Warnstreiks Image
Quelle: Ver.di

Warnstreiks sollen keinen großen Schaden anrichten, aber den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Deshalb werden sie schon vor dem Scheitern einer Tarifverhandlung organisiert. Grundsätzlich zahlt Ver.di bei Warnstreiks zwar kein Streikgeld. Wenn die Ausstände aber mehr als vier Stunden dauern, greift die Gewerkschaft doch in ihre Schatulle. Sonst würde die Streikbereitschaft leiden. Die Streikenden erhalten dann ein anteiliges Streikgeld, das bei einem vollen Arbeitstag das 2,5fache eines Monatsbeitrags ausmacht, der sich wiederum auf 1 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens beläuft. Bei einem Bruttoverdienst von monatlich 2.000 Euro entspricht das 50 Euro pro Tag.

Ver.di ist zu dieser Streikdosierung verdammt, um die Streikkasse zu schonen. Die großen Streiks im Öffentlichen Dienst (2006) und bei der Telekom (2007) haben nach Expertenschätzungen bis zu 80 Millionen Euro gekostet und ein gewaltiges Loch in die Streikkasse gerissen.

Gewerkschaften: Verankerung ausbauen
IW-Kurzbericht, 27. April 2017

Adam Giza / Hagen Lesch Gewerkschaften: Verankerung ausbauenArrow

Unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch in diesem Jahr wieder dazu auf, am „Tag der Arbeit“ für mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die große Öffentlichkeitswirkung dieses Tags verdeckt, dass die Gewerkschaften in der Arbeitnehmerschaft nur noch schwach verankert sind und schwierige strukturelle Probleme lösen müssen. mehr

19. April 2017

Tarifkonflikte Konkurrierende Gewerkschaften: Wadenbeißer gegen PlatzhirscheArrow

Kleine Gewerkschaften wie die Piloten- und die Lokführerorganisationen ziehen oft auffallend konfliktfreudig in ihre Tarifverhandlungen. Besonders stark schaukeln sich Revierkämpfe mit den etablierten Branchengewerkschaften auf, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr auf iwd.de

Schlichtung ist weiterhin nötig
IW-Nachricht, 20. März 2017

Tarifverhandlungen Berliner Flughäfen Vermitteln reicht nichtArrow

Nachdem die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen gescheitert sind, soll nun der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting vermitteln. Dieser Schritt ist richtig, reicht aber nicht aus. Denn im Gegensatz zu einem Schlichter nimmt Körting als Mediator keinen inhaltlichen Einfluss auf die Verhandlungen. mehr