In deutschen Wäldern sind ungefähr 1.200 Megatonnen Kohlenstoff gebunden, was in etwa 150 Prozent der CO2-Menge entspricht, die hierzulande jährlich emittiert werden. In Europa werden Wälder mittlerweile größtenteils nachhaltig bewirtschaftet. Der Klimawandel wird die Waldökosysteme aber vor neue Herausforderung stellen, da herkömmliche Bewirtschaftungsmethoden wegen steigender Temperaturen, veränderter Niederschläge und Witterungsextremen wie Stürmen oder Starkregen überprüft werden müssen. Da die Forstwirtschaft mit Produktionszeiträumen bis zu 100 Jahren rechnet, muss frühzeitig entschieden werden, welcher Baum wo wachsen soll. Eventuell müssen tiefwurzelndere Bäume gepflanzt werden, oder solche, die neuen Schädlingen standhalten.

Damit sich die einzelnen Regionen auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten können, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2009 mit dem sogenannten Förderschwerpunkt „KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“ Klimaanpassungsprojekte in sieben Modellregionen. Im Projekt KLIMZUG-Nordhessen werden beispielsweise in den Wäldern rund um Fulda die forstwirtschaftlichen Wirkungen möglicher Klimaveränderungen untersucht. Gleichzeitig tauschen sich die Projekte mit ihren europäischen Nachbarn aus. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln begleitet die KLIMZUG-Fördermaßnahme.