Vermögenssteuer Image
Quelle: Fotolia

Die klassische Vermögenssteuer gibt es nur noch in Frankreich, der Schweiz und in Norwegen. Alle anderen Länder haben sie abgeschafft. Zu Recht, denn für Firmen ist sie in ertragschwachen Zeiten Existenz bedrohend. Sie müssen aus der Substanz Steuern zahlen. Die Alternative, nur Privatvermögen zu besteuern, hat auch ihre Tücken. Ein Haus, das eine Immobiliengesellschaft vermietet, wäre dann Betriebsvermögen und damit vermögensteuerfrei. Wenn das gleiche Haus von einem Privatmann vermietet wird, müsste dieser Vermögenssteuer zahlen. Die Miete wäre dann entsprechend höher.

Einen ähnlichen Effekt hätte der neuerliche DIW-Vorstoß. Das Institut möchte die Grundsteuer anheben. Das aber träfe nicht nur Reiche, sondern auch den Otto-Normalmieter, der den Posten in seiner Nebenkostenabrechnung findet. Für Politiker links der Mitte dürfte dieser Vorschlag nicht akzeptabel sein.

Jede Diskussion über die Vermögenssteuer lenkt jedoch vom eigentlichen Problem ab – den zu hohen Staatsausgaben. Allein der Bund leistet sich zwischen 2011 und 2013 ein strukturelles Defizit von 127 Milliarden Euro, das nicht aus der Bekämpfung der Wirtschaftskrise resultiert.

IW policy paper
IW policy paper, 19. Oktober 2017

Tobias Hentze / Michael Voigtländer Reformoptionen für die Grunderwerbsteuer Arrow

Die Grunderwerbsteuer weist spezifische Probleme auf: So belastet die Grunderwerbsteuer den Neubau, sie stellt ein Hemmnis für den Vermögensaufbau weniger wohlhabender Haushalte dar und sie führt zu Diskriminierungen zwischen privaten Käufern und Käufern von Unternehmensanteilen. mehr

Grunderwerbsteuer
Pressemitteilung, 19. Oktober 2017

Tobias Hentze / Michael Voigtländer Grunderwerbsteuer: Teuer und sperrigArrow

In vielen Bundesländern steigt die Grunderwerbsteuer immer weiter. Das belastet private Hauskäufer, denn Vermögensaufbau und Neubauten werden verteuert. Ein Blick zu den europäischen Nachbarn offenbart mögliche Reformen, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr

Foto: Getty
IW-Report, 4. Oktober 2017

Tobias Hentze Nachtrag zum Haushaltsplan des Landes Nordrhein-WestfalenArrow

Das Nachtragshaushaltsgesetz 2017 der Landesregierung sieht Mehrausgaben vor, die sich aus den Ankündigungen im Wahlkampf ableiten. Insofern ist es besonders wichtig, in den nächsten Jahren auch auf strenge Haushaltsdisziplin und mittelfristige Konsolidierungsstrategien zu setzen. mehr