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Mitarbeiter von Unternehmen, die Pleite gehen, erhalten maximal drei Monate den vollen Nettolohn bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Zudem werden über die Umlage auch ausstehende Sozialversicherungsbeiträge der Insolvenzbetriebe finanziert.

Im Wirtschaftsaufschwung war vor allem die Zahl der größeren Unternehmenspleiten stark zurückgegangen. In der Folge waren die Insolvenzgeldzahlungen für Beschäftigte, deren Unternehmen insolvenzbedingt den Lohn schuldig blieben, stark rückläufig. Das ändert sich jetzt: Im vergangenen Jahr gab es 29.300 Unternehmensinsolvenzen; 2009 dürften es circa 35.000 sein.

Die Folge dieser Entwicklung: Während in den Boomjahren ein Beitragssatz von 0,1 Prozent der Lohnsumme ausreichte, um Insolvenzgeldzahlungen von 700 bis 800 Millionen Euro zu finanzieren, steigen die Ausgaben seit etwa einem Jahr stark an. In diesem Jahr wird deshalb auch beim Insolvenzgeld ein Defizit bei der Bundesagentur für Arbeit auflaufen, das ab 2010 wieder getilgt werden muss. Der Satz wird vom Bundesarbeitsministerium per Verordnung festgelegt; beschlossen wurde nun gleich eine Vervierfachung auf 0,41 Prozent der Löhne und Gehälter.

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf MDR Online „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr