Ein Auf und Ab Image
Quelle: Fotolia

Jahrelang dümpelten die Umsatzrenditen der deutschen Wirtschaft unspektakulär dahin – sie erreichten allenfalls 2 bis 3 Prozent. Erst im Boomjahr 2007 knackten sie die 4-Prozent-Marke. Doch die Freude währte nur kurz, schon 2008 halbierte sich die Rendite, um dann im Krisenjahr 2009 für viele Unternehmen in den roten Bereich abzutauchen. Der gesamtwirtschaftliche Gewinn-Durchschnitt für das vergangene Jahr liegt zwar noch nicht vor, dürfte die Nulllinie nach ersten Daten etwa für die M+E-Industrie jedoch nur knapp überschritten haben. Mit dem aktuellen Aufschwung klingeln die Kassen zumindest in den exportorientierten Firmen wieder. Für viele Unternehmen sind ordentliche Gewinne im laufenden Jahr aber allein schon notwendig, um die Verluste aus der Krise auszugleichen.

Auch wenn die Konzerne in den letzten Jahren vielfach stärker als der Mittelstand auf Gewinn getrimmt wurden, im internationalen Vergleich sind die deutschen Dax-Schwergewichte sogar zurückgefallen. Während viele Großkonzerne aus Amerika, Russland oder Asien selbst im Krisenjahr 2009 zweistellige Umsatzrenditen einfahren konnten, erreichten die 25 Dax-Größen ohne Finanz- und Versicherungskonzerne nach Steuern gerade 1,5 Prozent. Im laufenden Jahr ändert sich an dieser Reihenfolge voraussichtlich nichts: Die ausländischen Rohstoff-, Software- und Pharmariesen sind weitaus profitabler als die deutschen.

Themen

Gastbeitrag, 19. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl auf Focus Online Motor der Wirtschaft: Die EU muss mehr für den Mittelstand tun Arrow

Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat der deutschen, sondern auch der europäischen Wirtschaft. Doch bisher tut die EU zu wenig, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Was sich ändern muss. Ein Gastbeitrag von Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

IW-Analyse, 14. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Europäische MittelstandspolitikArrow

Die wirtschaftsrelevante Politik der Europäischen Union beeinflusst in vielfältiger Weise die fast 23 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie den größeren Mittelstand in den 28 Mitgliedsländern. Jedoch existiert eine eigenständige EU-Mittelstandspolitik bislang nur bruchstückhaft. mehr

1. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Die EU vernachlässigt den MittelstandArrow

In den 28 EU-Mitgliedsländern gibt es insgesamt fast 23 Millionen kleine und mittlere Unternehmen – trotzdem leistet sich die Gemeinschaft eine Mittelstandspolitik, die bestenfalls bruchstückhaft zu nennen ist. Eine IW-Studie zeigt Verbesserungspotenziale auf. mehr auf iwd.de