Unicef-Studie Image
Quelle: Christian Schwier – Fotolia

Mit dem Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, so die IW-Forscher in ihrer Analyse, könnten die Bildungschancen der Kinder Alleinerziehender deutlich verbessert und die Armutsrisiken gesenkt werden. Denn durch flächendeckende Ganztagsbetreuung würde die Erwerbstätigkeit Alleinerziehender zunehmen und mehr Alleinerziehende könnten Vollzeit arbeiten. Zeitgleich würde die Armutsgefährdung deutlich abnehmen. Heute sind nämlich Alleinerziehende, die nicht erwerbstätig sind, zu über 50 Prozent armutsgefährdet, Alleinerziehende in Teilzeit zu 20 Prozent und Alleinerziehende in Vollzeit nur zu 5 Prozent.

Auch die Kinder selbst hätten durch Ganztagsangebote große Vorteile. Denn gerade der Nachwuchs von Alleinerziehenden profitiert in seiner Bildungskarriere stark vom Besuch einer Ganztags-KITA und einer Ganztagsschule, weil höhere Bildungsabschlüsse erreicht werden.

Nicht vergessen sollte man bei der Diskussion um die Situation der Kinder in Deutschland außerdem, dass es um ihr Wohlbefinden insgesamt gut bestellt ist: Laut Unicef landet Deutschland im oberen Drittel der OECD-Staaten. In den Bereichen Gesundheit und Bildung hat sich die Bundesrepublik im Vergleich zu früheren Studien zudem verbessert.

Ansprechpartner

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

30. Dezember 2016

Kinderbetreuung Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer rund 228.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, sind die Gesetzespläne des Bundes ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de