Mehr Kitas statt Gesetze Image
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Frauen verdienen laut einer Studie des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 22 Prozent weniger alsMänner . Rund 14 Prozentpunkte davon sind darauf zurückzuführen, dass sich Frauen und Männer ziemlich in Ausbildung, Tätigkeit, Berufserfahrung, Dienstalter und anderen Merkmalen unterscheiden; Babypausen noch gar nicht mit eingerechnet. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Entgeltlücke „bereinigt“ nur noch rund 4 Prozent für Mütter mit kurzer Auszeit beträgt.

Das eigentliche Problem liegt also bei den Rahmenbedingungen. Mehr als die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen, die zurück in einen Vollzeitjob wollen, können dies nicht – weil sie sich den Kindern, Pflegebedürftigen oder sonstigen familiären Pflichten widmen müssen. Bevor also über gesetzliche Regelungen nachgedacht wird, sollte die Regierung hier verstärkt ansetzen. Es fehlen beispielsweise noch mindestens 220.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, damit wie geplant 35 Prozent der Kleinen bis 2013 in Kitas, Krabbelgruppen und bei Tagesmüttern unterkommen.

Zwölf Milliarden Euro
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Kinderbetreuung
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