Mehr Kitas statt Gesetze Image
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Frauen verdienen laut einer Studie des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 22 Prozent weniger alsMänner . Rund 14 Prozentpunkte davon sind darauf zurückzuführen, dass sich Frauen und Männer ziemlich in Ausbildung, Tätigkeit, Berufserfahrung, Dienstalter und anderen Merkmalen unterscheiden; Babypausen noch gar nicht mit eingerechnet. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Entgeltlücke „bereinigt“ nur noch rund 4 Prozent für Mütter mit kurzer Auszeit beträgt.

Das eigentliche Problem liegt also bei den Rahmenbedingungen. Mehr als die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen, die zurück in einen Vollzeitjob wollen, können dies nicht – weil sie sich den Kindern, Pflegebedürftigen oder sonstigen familiären Pflichten widmen müssen. Bevor also über gesetzliche Regelungen nachgedacht wird, sollte die Regierung hier verstärkt ansetzen. Es fehlen beispielsweise noch mindestens 220.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, damit wie geplant 35 Prozent der Kleinen bis 2013 in Kitas, Krabbelgruppen und bei Tagesmüttern unterkommen.

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr