Ein aussterbende Spezies Image
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Langfristig betrachtet werden Überstunden immer seltener. In der ersten Hälfte der 70er Jahre wurden in der Bundesrepublik noch bis zu 150 Stunden pro Jahr und Arbeitnehmer zusätzlich gearbeitet. Die Zahl fiel schon in den 80er Jahren auf weniger als die Hälfte. Für 2009 rechnet das IAB nur noch mit 35,4 Überstunden. Ein Grund für diesen Trend dürfte die wachsende Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle sein – wie Gleitzeit, Wochen- oder gar Jahresarbeitszeitkonten. Eine Rolle spielt auch die verstärkte Nutzung externer Flexibilisierungsinstrumente. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer etwa wuchs seit den 70er Jahren von maximal 30.000 auf knapp 600.000 im September 2009.

Der langfristige Trend überlagert sogar konjunkturelle Einflüsse: Selbst in den Boomjahren 2006 und 2007 stieg die Zahl der Überstunden nicht an, sondern stagnierte bei 51 Stunden pro Jahr und Arbeitnehmer.

Qualität der Arbeit
Pressemitteilung, 21. August 2017

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Qualität der Arbeit: Arbeitnehmer sind zufriedenArrow

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland ist mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Ähnlich sieht es im Rest Europas aus. mehr

Qualität der Arbeit in Europa – Eine empirische Analyse auf Basis des EWCS 2015
IW-Report, 21. August 2017

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Qualität der Arbeit in EuropaArrow

Die Arbeitszufriedenheit signalisiert, ob die Beschäftigten die Qualität des eigenen Arbeitsplatzes als gut einschätzen. Der Anteil der Arbeitnehmer in einem Land, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, ist damit ein Gradmesser für die Qualität der Arbeitsplätze in einer Volkswirtschaft insgesamt. mehr

Gastbeitrag, 8. August 2017

Arndt Günter Kirchhoff in der Rheinischen Post Moderne Arbeitszeit nicht mit BrechstangeArrow

Die Arbeitszeit muss bei aller Rücksicht auf Mitarbeiterinteressen auch dem Bedarf der Betriebe in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt genügen. Die Zeit bis zu den Tarifgesprächen Ende 2017 sollte intensiv für sozialpartnerschaftliche Verhandlungen genutzt werden, schreibt IW-Präsident Arndt Günter Kirchhoff in einem Gastbeitrag in der Rheinischen Post. mehr