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Die Kritiker an TTIP stammen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Quelle: Friedberg/Fotolia

Die Eurobarometer-Umfrage aus dem Frühjahr 2015 zeigt: Die Kritik an TTIP stammt vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Während in der EU insgesamt nur 28 Prozent der Befragten gegen TTIP sind, ist die Zahl in Deutschland (51 Prozent), Luxemburg (49 Prozent) und Österreich (67 Prozent) viel höher. Mit 56 Prozent der Befragten unterstützt die Mehrheit der Europäer hingegen das Freihandelsabkommen.

Doch selbst bei den Kritikern ist nicht eindeutig geklärt, ob sich ihre Ablehnung wirklich gegen TTIP an sich richtet: Die Umfrage zeigt, dass vor allem Globalisierungsgegner TTIP ablehnen. Laut Umfrage sind es zudem in erster Linie Personen, die der EU als Ganzes eher nicht vertrauen. Klar sind die Ergebnisse des Eurobarometers nur Durchschnittswerte. Dennoch legen sie den Schluss nahe, dass TTIP in Europa deutlich positiver gesehen wird, als die jüngsten Demonstrationen und Unterschriftenlisten vermuten lassen. Zudem ist unbestritten, dass das neue Freihandelsabkommen substantielle Verbesserungen im Vergleich zu früheren Abkommen vorsieht – etwa im Bereich des Investorenschutzes. Diese Chancen wegen Globalisierungsangst oder EU-Skepsis zu gefährden, nützt auf lange Sicht niemandem.

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Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr