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Deutschland zählt immer mehr Touristen, weil Reiseziele wie Schloss Neuschwanstein hoch im Kurs stehen. Für einige Regionen ist der Tourismus mittlerweile ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor. Foto: bluejayphoto/iStock

Im ersten Halbjahr 2016 hat auch die unsichere Lage in Nordafrika und in der Türkei den Tourismus in Deutschland begünstigt. Ob sich dieser Effekt nach den jüngsten Attacken umkehrt, bleibt abzuwarten. In China und den USA wird jedenfalls bereits pauschal vor Reisen nach Europa gewarnt. Doch da der Besuch ausländischer Gäste mit 35,5 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2016 nur 18 Prozent aller Übernachtungen in Deutschland ausmachte und die meisten Auslandsgäste ohnehin aus anderen europäischen Ländern stammen, dürfte sich der Dämpfer für den hiesigen Tourismus in Grenzen halten.

Bereits in den Vorjahren hat sich der Fremdenverkehr in Deutschland positiv entwickelt. Hauptprofiteure waren vor allem Regionen an der Ostsee und in den Bergen sowie Städte: Bayern nahm 2015 mit über 88 Millionen Übernachtungen – 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr – den Spitzenplatz ein. Gemessen an seiner Einwohnerzahl lag Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 30 Millionen Übernachtungen vorn. Auf Usedom oder Rügen sowie an der Müritz hält es die Besucher mit durchschnittlich vier Tagen Aufenthaltsdauer auch besonders lang. Ein weiterer Profiteur des deutschen Reisebooms ist Berlin. Im vergangenen Jahr zählte die Hauptstadt über 30 Millionen Übernachtungen; hier bleiben die Gäste durchschnittlich aber nur 2,4 Tage.

Neben der absoluten Zahl der Übernachtungen haben Berlin und Mecklenburg-Vorpommern noch etwas gemeinsam: Sie verzeichneten in den vergangenen 25 Jahren die kräftigsten Zuwächse aller Bundesländer. Die deutsche Hauptstadt besuchten 2015 etwa dreimal so viele Menschen wie Anfang der 1990er Jahre, Mecklenburg-Vorpommern sogar viermal so viele. Für beide Destinationen hat sich der Tourismus zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor entwickelt.

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22. Mai 2017

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Der deutsche Arbeitsmarkt eilt von einem Rekord zum nächsten. In den vergangenen 20 Jahren sind 3,7 Millionen neue Jobs entstanden. Ein erheblicher Teil davon geht auf die sozialen Dienstleistungen zurück. mehr auf iwd.de

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

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Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr