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Nach der mehrtägigen Beratung des Arbeitskreises Steuerschätzungen verkündete Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble heute, dass die bis zum Jahr 2021 zu erwartenden Steuereinnahmen um mehr als 54 Milliarden Euro höher ausfallen werden als bisher gedacht.

Da Steuereinnahmen stets nominal, also ohne Berücksichtigung der Inflation, geschätzt werden, ist es zunächst wenig verwunderlich, dass die Werte Jahr für Jahr steigen. Zumal die Wirtschaft gut läuft: Der Beschäftigungsaufbau geht weiter, die Unternehmen verdienen gutes Geld, die Konsumlaune ist bestens. Hinzu kommen jedoch weitere Gründe, die den Höhenflug bei den Steuereinnahmen erklären – und die Politik von Bund, Ländern und Gemeinden in ein schlechtes Licht rücken: heimliche Steuererhöhungen durch die kalte Progression bei der Einkommensteuer, ein Wettlauf zwischen den Bundesländern um die höchsten Grunderwerbsteuersätze und steigende Hebesätze bei der Grundsteuer und der Gewerbesteuer.

All das hat dafür gesorgt, dass die Steuereinnahmen einen immer größeren Anteil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einnehmen. Die Steuerquote gemäß der Kassenstatistik steigt in diesem Jahr auf 22,7 Prozent. Letztmals höher war der Steueranteil am BIP im Jahr 1989. Wenn die Politik weiterhin nicht den Mut für eine durchgreifende Steuerentlastung aufbringt, könnte die Steuerquote in den kommenden Jahren weiter steigen.

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Vertrauen schaffen heißt Soli abschaffen
Gastbeitrag, 7. November 2017

Tobias Hentze auf makronom.de Vertrauen schaffen heißt Soli abschaffenArrow

Der Solidaritätszuschlag hat über viele Jahre den Aufbau Ost finanziert. Doch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung hat der Soli seine Daseinsberechtigung verloren. Deshalb ist seine Abschaffung ein logischer Schritt, den eine neue Bundesregierung gehen sollte – und dank voller Kassen auch kann, schreibt IW-Ökonom Tobias Hentze in einem Gastbeitrag auf makronom.de. mehr

Jamaika-Koalition: Viel mehr als eine Notlösung
Gastbeitrag, 24. Oktober 2017

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In der Finanz- und Wirtschaftspolitik trennen Union, FDP und Grüne Welten - zumindest auf den ersten Blick. Bei näherer Betrachtung ist die Basis aber größer, als die Parteien zugeben, schreibt IW-Ökonom Tobias Hentze in einem Gastbeitrag auf n-tv. mehr

IW policy paper
IW policy paper, 19. Oktober 2017

Tobias Hentze / Michael Voigtländer Reformoptionen für die Grunderwerbsteuer Arrow

Die Grunderwerbsteuer weist spezifische Probleme auf: So belastet die Grunderwerbsteuer den Neubau, sie stellt ein Hemmnis für den Vermögensaufbau weniger wohlhabender Haushalte dar und sie führt zu Diskriminierungen zwischen privaten Käufern und Käufern von Unternehmensanteilen. mehr