Für die internationale Klimapolitik ist die Entscheidung Trumps ein herber Rückschlag. Mit den USA steigt der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen aus dem Pariser Klimaabkommen aus. Beim CO2-Ausstoß pro Kopf sind die USA sogar Spitzenreiter unter den großen Industrienationen. In Paris haben sich 195 Staaten dazu verpflichtet, weniger Treibhausgase zu produzieren.

Noch ist nicht klar, ob Trump per präsidialem Dekret sofort aussteigt oder den formalen dreijährigen Ausstiegsprozess startet. In jedem Fall macht er damit seine Prioritäten deutlich – schließlich hätte er auch einfach am Abkommen festhalten und damit an weiteren Verhandlungen teilnehmen können. Die vereinbarten Klimaschutzmaßnahmen hätte er dann trotzdem nicht umsetzen müssen, schließlich sieht das Pariser Abkommen für diesen Fall keine Sanktionen vor.