Für die internationale Klimapolitik ist die Entscheidung Trumps ein herber Rückschlag. Mit den USA steigt der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen aus dem Pariser Klimaabkommen aus. Beim CO2-Ausstoß pro Kopf sind die USA sogar Spitzenreiter unter den großen Industrienationen. In Paris haben sich 195 Staaten dazu verpflichtet, weniger Treibhausgase zu produzieren.

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Noch ist nicht klar, ob Trump per präsidialem Dekret sofort aussteigt oder den formalen dreijährigen Ausstiegsprozess startet. In jedem Fall macht er damit seine Prioritäten deutlich – schließlich hätte er auch einfach am Abkommen festhalten und damit an weiteren Verhandlungen teilnehmen können. Die vereinbarten Klimaschutzmaßnahmen hätte er dann trotzdem nicht umsetzen müssen, schließlich sieht das Pariser Abkommen für diesen Fall keine Sanktionen vor.

Problematisch für den Klimaschutz ist, dass die USA nach dem Ausstieg auch nicht mehr in den Klimafonds einzahlen werden; das Geld soll ärmeren Ländern helfen, eigene Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Zudem will Trump offenbar auch in den USA die Mittel für den Klimaschutz streichen, etwa Gelder für die staatliche Umweltbehörde.

Trotzdem ist dies nicht das Ende des Klimaschutzes in den USA: Die US-Bundesstaaten treffen energiepolitische Entscheidungen in erster Linie selbst. Kalifornien und Texas zum Beispiel setzen längst auf erneuerbare Energien und werden sich dabei nicht von Entscheidungen im Weißen Haus beirren lassen.

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6. Juni 2017

Christiane Flüter-Hoffmann Topmanagerinnen: Vorbild USAArrow

In Deutschland werden zwar nach und nach mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt, doch ins Topmanagement dringen nur wenige vor. Andere Länder sind da schon deutlich weiter. Vor allem in den Vereinigten Staaten gibt es viele Managerinnen, die als Geschäftsführerin oder im Vorstand Verantwortung übernehmen. mehr auf iwd.de

Merkel und Modi
IW-Nachricht, 30. Mai 2017

Galina Kolev Merkel und Modi: Weltpolitik auch ohne TrumpArrow

Beim heutigen Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi hat Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass Deutschland sich weiterhin für den Klimaschutz einsetzen wird. Rund eine Milliarde Euro will die Bundesregierung in Indiens Green Economy investieren. Das ist eine gute Investition in die Zukunft – in einem Land mit viel Potenzial als Handels- und Investitionspartner. mehr

G7-Gipfel
IW-Nachricht, 26. Mai 2017

Galina Kolev G7-Treffen: Unberechenbar wie US-Präsident TrumpArrow

Die Staats- und Regierungschefs der sieben größten Wirtschaftsnationen der Welt treffen sich momentan auf Sizilien. Beim G7-Gipfel dürfte es vor allem um die Themen Freihandel, Klimaschutz und Migrationspolitik gehen. Die Positionen der anwesenden Politiker unterscheiden sich erheblich, ein Fortschritt ist kaum möglich – ein Rückschritt nicht ausgeschlossen. Auch, weil US-Präsident Donald Trump Fakten verkennt. mehr