Teilzeitstellen Image
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Allerdings können auch nicht-ökonomische Gründe vorliegen, die einen Wechsel auf Vollzeit verhindern – in Deutschland sind das vor allem mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Das Problem, dass man keine Vollzeitstelle bekommt und sich mit einer kleinen Lösung zufrieden geben muss, ist in Deutschland recht gering. Unfreiwillig kürzer traten hierzulande im Jahr 2007 nur 23 Prozent der Teilzeiter. Wesentlich mehr Probleme hatten Arbeitnehmer in Spanien (49 Prozent), Italien (40 Prozent) oder Frankreich (37 Prozent). Kaum unfreiwillige Teilzeit gab es in den Niederlanden, den USA und Großbritannien – allerdings waren zum Erhebungszeitpunkt die Wirkungen der Finanzkrise noch nicht spürbar.

Ein hoher Anteil der Teilzeitbeschäftigten – überwiegend Frauen – arbeitet wegen der Betreuung von Kindern nicht in Vollzeit. Unter diesen gibt es auch viele, die gern mehr arbeiten würden, wenn es denn bessere Betreuungsmöglichkeiten gäbe. Dabei sind in Deutschland weniger die Kosten der Betreuung das Problem – diese sind geringer als in vielen anderen Ländern. Problematisch ist vielmehr die Verfügbarkeit von Vollzeit-Betreuungsplätzen.

Nebenjob
IW-Nachricht, 13. Oktober 2017

Holger Schäfer Nebenerwerbstätigkeit: Kein Indiz für ArmutArrow

3,2 Millionen Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebenbeschäftigung nach – rund eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor. Ein Grund zur Aufregung ist das aber nicht: Nebenjobber sind sogar oft sozial besser gestellt als andere Beschäftigte. mehr

Gutachten, 4. Oktober 2017

Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Kosten und Nutzen lokaler FamilienzeitpolitikArrow

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können. mehr