Teilzeitstellen Image
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Allerdings können auch nicht-ökonomische Gründe vorliegen, die einen Wechsel auf Vollzeit verhindern – in Deutschland sind das vor allem mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Das Problem, dass man keine Vollzeitstelle bekommt und sich mit einer kleinen Lösung zufrieden geben muss, ist in Deutschland recht gering. Unfreiwillig kürzer traten hierzulande im Jahr 2007 nur 23 Prozent der Teilzeiter. Wesentlich mehr Probleme hatten Arbeitnehmer in Spanien (49 Prozent), Italien (40 Prozent) oder Frankreich (37 Prozent). Kaum unfreiwillige Teilzeit gab es in den Niederlanden, den USA und Großbritannien – allerdings waren zum Erhebungszeitpunkt die Wirkungen der Finanzkrise noch nicht spürbar.

Ein hoher Anteil der Teilzeitbeschäftigten – überwiegend Frauen – arbeitet wegen der Betreuung von Kindern nicht in Vollzeit. Unter diesen gibt es auch viele, die gern mehr arbeiten würden, wenn es denn bessere Betreuungsmöglichkeiten gäbe. Dabei sind in Deutschland weniger die Kosten der Betreuung das Problem – diese sind geringer als in vielen anderen Ländern. Problematisch ist vielmehr die Verfügbarkeit von Vollzeit-Betreuungsplätzen.

6. Juli 2017

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Auch nach Inkrafttreten des gesetzlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung für Einjährige stehen Eltern oft ohne Kita-Platz da. Einer Studie zufolge fehlen 300.000 Plätze – und der Bedarf steigt weiter. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Wido Geis auf xing.com. mehr