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Neue Technologien revolutionieren den Arbeitsalltag. Viele deutsche Unternehmen sind bei der Digitalisierung aber noch zurückhaltend. Foto: PinkyPills/iStock

Die Arbeitswelt wird digitaler, schneller, effizienter – statistisch gesehen wächst die Produktivität in vielen Industrieländern trotzdem langsamer. Darauf weist eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hin. Die Digitalisierung erhöht die Produktivität demnach erst nach einigen Jahren. In der Anfangsphase technologischer Revolutionen ist eine schwache Produktivitätsentwicklung nicht ungewöhnlich. Unternehmen müssen zunächst viel Geld ausgeben, um Mitarbeiter auszubilden und neue Arbeitsstrukturen zu schaffen. Das sind Investitionen, die sich erst in Zukunft auszahlen.

Dennoch ist es für Unternehmen der richtige Weg, die Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Deutsche Firmen müssen allerdings noch mehr Geld in die Hand nehmen, um international mithalten zu können. Bislang haben sie bezüglich der Digitalisierung noch einiges an Potenzial. Ein Großteil der deutschen Unternehmen setzt in seiner Kommunikation mit anderen Konzernen immer noch auf den persönlichen Kontakt. In Großbritannien nutzen längst zwei Drittel eine automatisierte Informationsverarbeitung.

Wie groß der Vorsprung Großbritanniens inzwischen im Bereich der Digitalisierung ist, zeigt auch eine aktuelle Studie des Conference Board, einem US-amerikanischen Think Tank in New York: Demnach konsumierten die Deutschen im Jahr 2012 digitale Dienstleistungen im Wert von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das ist zwar mehr als in dem Bereich investiert wurde, der Abstand zu Großbritannien ist aber weiterhin groß. Hier machen digitale Dienstleistungen bereits 3 Prozent des BIP aus.

Vieles deutet darauf hin, dass die vierte industrielle Revolution in eine neue Phase übergeht – in die Phase, in der sich die Investitionen langsam auch lohnen. Doch nur wenn Infrastruktur und Know-how vorhanden sind, können Unternehmen die positiven Effekte auch nutzen.

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