Die IG Metall hatte ihre 6,5-Prozent-Forderung mit dem Produktivitätswachstum, einem Inflationsausgleich und einer Nachschlagkomponente begründet. Das Arbeitgeberangebot deckt die ersten beiden Komponenten ab. Für eine Nachschlagkomponente besteht keine Veranlassung. Denn während der Wirtschaftskrise gab es trotz schrumpfender Produktivität Lohnerhöhungen. Nach der Krise haben die Betriebe die Kurzarbeit zurückgeführt und Personal aufgestockt. Seit dem Frühjahr 2010 sind branchenweit rund 210.000 neue Stellen entstanden. Dadurch hat der Aufschwung nicht nur Arbeitsplatzbesitzer begünstigt, sondern auch Arbeitssuchende.