Tarifabschlüsse Image
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Im Öffentlichen Dienst trat Ver.di zu Jahresbeginn noch mit einer 8-Prozent-Forderung an. Übrig blieben davon dann insgesamt 4,2 Prozent, allerdings verteilt auf zwei Stufen und 24 Monate Laufzeit. Etwas bescheidener ging es im Einzelhandel zu. Dort wollte die Gewerkschaft stolze 6,8 Prozent, heraus kamen dann in der Summe 3,5 Prozent an prozentualen Lohnsteigerungen, die sich ebenfalls über zwei Jahre verteilt. Moderater ging es in den krisengeschüttelten Exportindustrien zu. In der Druck- und Stahlindustrie wurden 5 bzw. 4,5 Prozent mehr Geld verlangt, daraus wurden jeweils 2-prozentige Erhöhungen.

Damit sind die Zeiten üppiger Tariflohnsteigerungen zwar vorerst vorbei. Stabile Preise sorgen aber in diesem Jahr dafür, dass das Verdienstplus das Portemonnaie auch real füllt. Dadurch winken in der Krisen-Tarifrunde 2009 höhere Reallohngewinne als in der Boom-Tarifrunde 2008 – auch wenn der Lohnzuwachs nominal geringer ausfällt.

Gewerkschaften: Verankerung ausbauen
IW-Kurzbericht, 27. April 2017

Adam Giza / Hagen Lesch Gewerkschaften: Verankerung ausbauenArrow

Unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch in diesem Jahr wieder dazu auf, am „Tag der Arbeit“ für mehr Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die große Öffentlichkeitswirkung dieses Tags verdeckt, dass die Gewerkschaften in der Arbeitnehmerschaft nur noch schwach verankert sind und schwierige strukturelle Probleme lösen müssen. mehr

19. April 2017

Tarifkonflikte Konkurrierende Gewerkschaften: Wadenbeißer gegen PlatzhirscheArrow

Kleine Gewerkschaften wie die Piloten- und die Lokführerorganisationen ziehen oft auffallend konfliktfreudig in ihre Tarifverhandlungen. Besonders stark schaukeln sich Revierkämpfe mit den etablierten Branchengewerkschaften auf, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr auf iwd.de

Schlichtung ist weiterhin nötig
IW-Nachricht, 20. März 2017

Tarifverhandlungen Berliner Flughäfen Vermitteln reicht nichtArrow

Nachdem die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen gescheitert sind, soll nun der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting vermitteln. Dieser Schritt ist richtig, reicht aber nicht aus. Denn im Gegensatz zu einem Schlichter nimmt Körting als Mediator keinen inhaltlichen Einfluss auf die Verhandlungen. mehr