Die jüngste Untersuchung des deutschen Wohnungsmarktes durch das Statistische Bundesamt spiegelt diese Entwicklung sehr deutlich wider: die Eigentumsquote ist zuletzt kräftig von 41,6 Prozent im Jahr 2006 auf 45,7 Prozent im Jahr 2010 gestiegen.

Vor allem die niedrigen Hypothekenzinsen verschieben das Verhältnis der Kosten zwischen gemietetem Wohnraum und Eigentumswohnungen. Die Alterung der Gesellschaft trägt ebenfalls unmittelbar dazu bei, dass die Eigentumsquote steigt, da ältere Menschen sehr viel häufiger im Eigentum leben als jüngere. Darüber hinaus fehlen momentan lukrative Alternativen für die Geldanlage und lassen Menschen in Wohnraum investieren, die ihr Kapital früher andernorts für sich arbeiten ließen.

Einige Skeptiker warnen bereits davor, dass der Immobilienmarkt überhitzt und die Preisblase bald platzen wird. Allerdings sind diese Ängste unbegründet: Die Preisanstiege sind zwar in einigen Metropolen sehr stark, folgen aber auf mehr als zehn Jahre, in denen sich die Preise kaum verändert haben. Die Preissprünge sind außerdem noch immer kein Vergleich zu den deutlich überhöhten Preisen, die es vor der Krise in Spanien oder den USA gab. Vielmehr folgen die Preise für Immobilien in Deutschland den Mieten und der starken konjunkturellen Entwicklung.

Weiter Informationen zum „Tag des Eigentums“ am Mittwoch (17.10.) unter www.deutsche-stiftung-eigentum.de und www.zia-deutschland.de