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Viele Handwerker erkennen zwar die Chancen der Digitalisierung. Dennoch werden Prozesse bislang kaum digital gestaltet. Foto: shironosov/iStock

Das traditionelle Handwerk öffnet sich der digitalen Welt nur langsam. Zwar haben laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fast alle Betriebe einen Internetanschluss. Digitale Technologien setzen sie jedoch zumeist nur für wenige Zwecke ein, etwa für E-Mails, Informationsbeschaffung, Onlinebanking und Datenaustausch.

Die Unternehmen vernetzen sich kaum, auch werden Prozesse nur selten digital gestaltet. Dennoch sehen viele Handwerker die Chancen dieser Technologien: Durch die Präsenz auf Internet-Plattformen können Handwerker eine größere Kundengruppe ansprechen. Zudem werden die Kunden schneller und direkter erreicht und die Betriebe können besser auf spezielle Wünsche reagieren. Laut einer ZDH-Umfrage sehen mehr als zwei Drittel der deutschen Handwerksunternehmen dies als große Chance.

Es gibt viele Gründe, warum die Handwerksunternehmen die Potenziale der Digitalisierung nicht ausschöpfen. Vielen fehlt die Zeit, eine entsprechende Strategie zu entwickeln. Andere klagen über zu langsame Internetverbindungen und fehlende Breitbandanschlüsse. Knapp 60 Prozent der Unternehmen im Baugewerbe – darunter Handwerker, Planer und Zulieferer – berichten laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation von Problemen mit den Schnittstellen zwischen Planung, Auslieferung und Fertigung, zum Beispiel aufgrund unterschiedlicher Software oder nicht kompatibler Dateiformate.

Die Politik könnte den Betrieben helfen. Maßgeschneiderte Informationsangebote auf regionaler Ebene würden Handwerkern den Einstieg in die Digitalisierung erleichtern. Auf den Baustellen der Zukunft wird die Digitalisierung jedenfalls eine entscheidende Rolle spielen.

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung bietet mehr Informationen zum Thema. Hier geht es zum Dossier.

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