Tabaksteuer Image
Quelle: Fotolia

Die Erhöhung der Tabaksteuer ist eine Ergänzung zum Sparpaket der Bundesregierung. Sie soll die Einnahmeausfälle kompensieren, die dadurch entstehen, dass die Ausnahmen bei der Ökosteuer für energieintensive Betriebe nicht so stark eingeschränkt werden wie ursprünglich vorgesehen. Da das Sparpaket dazu beitragen soll, die Vorgaben der Schuldenbremse bis 2016 einzuhalten, ist es nur konsequent, dass die Tabaksteuer jährlich erhöht wird. Denn die Schuldenbremse erfordert bis 2016 jedes Jahr einen schrittweisen Abbau der strukturellen Nettokreditaufnahme des Bundes. Genau im gleichen Rhythmus erfolgen nun die Steuererhöhungen.

Grundsätzlich wären eher Ausgabenkürzungen zur Haushaltskonsolidierung besser. Denn die Erfahrung zeigt, dass dieser Ansatz die größten Erfolgschancen hat. Da die Bundesregierung hier jedoch keine weiteren Spielräume sah, scheint eine höhere Tabaksteuer eine gute Lösung zu sein, denn auch die Tabakindustrie hält die Steuererhöhung für verkraftbar. Falls durch die Steuererhöhung einige Raucher seltener zum Glimmstengel greifen oder sogar ganz damit aufhören, haben sie zusätzlich zum gesparten Geld auch eine bessere Gesundheit gewonnen – was letztlich Krankenkassen und Co. entlastet.

Gutachten
Gutachten, 17. Juli 2017

Tobias Hentze Szenarien für ein Ende des SolidaritätszuschlagsArrow

Der im Jahr 1991 erstmals eingeführte Solidaritätszuschlag sollte kurzfristige Mehrausgaben für den Golfkrieg und den Aufbau Ost finanzieren. Mehr als 26 Jahre später besteht der Solidaritätszuschlag allerdings immer noch. Mit Ablauf des Jahres 2019 entfällt für die Politik jedoch das letzte Argument, sich an die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag zu klammern. mehr

14. Juli 2017

Tobias Hentze Steuerloch mit AnsageArrow

Wenn ab Mitte der 2020er Jahre die Babyboomer in den Ruhestand gehen, schlägt sich das auch in sinkenden Einnahmen aus der Einkommenssteuer nieder. Weil gleichzeitig die staatlichen Ausgaben steigen, muss die Politik zügig handeln. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 10. Juli 2017

Tobias Hentze auf n-tv.de Schwarze Null – sonst nichtsArrow

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann mit der ablaufenden Legislaturperiode zufrieden sein, die schwarze Null ist zweifelsfrei ein Erfolg - auch wenn ihm dabei das Glück zur Seite stand. Davon abgesehen war die Finanz- und Steuerpolitik der Großen Koalition ziemlich uninspiriert. Ein Gastkommentar von Tobias Hentze, Senior Economist beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr