Jugendliche sind in Europa allgemein häufiger arbeitslos als Ältere. Entlassungen treffen sie eher, zum Beispiel weil sie nur über geringe Erfahrungen verfügen, die der Betrieb unbedingt braucht, oder schlicht: weil der Kündigungsschutz Ältere bevorzugt.

Dies ist zwar auch in Deutschland so, allerdings schneiden hier Jugendliche im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut ab: Während in Deutschland die Jugendarbeitslosenquote mit aktuell 9,1 Prozent rund 1,5-mal so hoch ist wie die Quote der Älteren, beträgt sie in Schweden oder Italien das mehr als Vierfache.

Neben der allgemein guten Arbeitsmarktlage und der demografischen Entwicklung zahlt sich hierzulande auch das Engagement der Sozialpartner im Rahmen des Systems der beruflichen Ausbildung aus. So gelingt es selbst in schwierigen Zeiten, einen praxisorientierten Übergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt anzubieten.