Weiterbildungen sorgen dafür, dass Menschen im Beruf nicht den Anschluss verlieren. Gleichzeitig stärken die Angebote den gesellschaftlichen Zusammenhalt und fördern die soziale Integration. Das ist auch die Botschaft des deutschen Weiterbildungstages, der sich am 26. September zum siebten Mal jährt. Im Bereich Weiterbildungen hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: So ließen sich 2016 rund 34 Prozent der Geringqualifizierten weiterbilden, etwa sechs Prozentpunkte mehr als noch zehn Jahre zuvor. Gerade für sie sind Fort- und Weiterbildungen besonders wichtig. 

Menschen ohne Berufsabschluss erledigen besonders oft sogenannte Einfacharbeit, also Tätigkeiten mit viel Routine, bei denen alle Details vorgegeben sind und für die keine Ausbildung und keine Fachkenntnisse erforderlich sind. Viele von diesen Geringqualifizierten sind es nicht mehr gewohnt zu lernen, zudem haben sie schlechte Erinnerungen an ihre Schulzeit. Sie lassen sich vor allem dann weiterbilden, wenn sie sich vorab beraten lassen. Dadurch können sie die Angebote auswählen, die am besten passen. 

Die Bundesagentur für Arbeit investiert aktuell rund 1,2 Milliarden Euro in Weiterbildungen, etwa doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Damit richtet sie sich dabei besonders an geringqualifizierte Arbeitslose. Ohne die Unterstützung wäre Weiterbildung für diese Gruppe besonders schwierig, weil sie von betrieblichen Angeboten ausgeschlossen ist. Die Bundesagentur für Arbeit bietet darüber hinaus an, Berufsabschlüsse nachzuholen und sogenannte Teilqualifikationen zu erreichen. Solche Angebote sind für Geringqualifizierte besonders geeignet, weil sie mit diesem Ansatz ihre Arbeitsmarktchancen verbessern können. Hier ist allerdings noch Luft nach oben: Bisher nutzen viele Betroffenene diese Möglichkeiten noch nicht ausreichend.