Studiengebühren und Studienfinanzierung Image
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Völlig ohne Geldsorgen studieren, das kann jeder Zweite, der Eltern mit einem auskömmlichen Einkommen hat. Bei den Studierenden aus einkommensschwachen Haushalten hat dagegen trotz BAföG nur jeder Fünfte keinerlei Finanzierungsprobleme. Laut BAföG-Bericht erhielt gut die Hälfte aller BAföG-Empfänger 2010 weniger als 450 Euro pro Monat.

Entsprechend müssen bedürftige Studenten besser bedacht werden – bevor die Politik sich daran macht, den Kreis der BAföG-Empfänger auszuweiten. Die erforderlichen Mittel dafür sind schon heute im System vorhanden, werden aber falsch eingesetzt: Von den mehr als 7 Milliarden Euro, die in die Studienunterstützung fließen, wird nicht einmal ein Fünftel nach sozialen Kriterien vergeben. Denn Kindergeld, ermäßigte Krankenkassenbeiträge und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten gibt es für alle. Steuergeldgeschenke für alle – ohne Prüfung der Bedürftigkeit – sind auch die rund 900 Millionen Euro, die die Länder trotz knapper Kassen für die Kompensation der abgeschafften Studiengebühren aufbringen.

Dass diese Fehlsteuerungen und nicht etwa die Studiengebühren zu Abschreckungseffekten führen, zeigt ein neues Policy-Paper des IW. Es macht auch deutlich, warum Gebühren eine gerechte Beteiligung an den Studienkosten darstellen und unverzichtbar sind, wenn die Wege zum Studium erweitert werden sollen.

IW policy paper

Christiane Konegen-Grenier: Sind Studiengebühren ungerecht? Ein Beitrag zur aktuellen Debatte um die Abschaffung der Studiengebühren
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Gutachten, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr