Studiengebühren in Bayern Image
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Nachweislich haben die Gebühren den akademischen Nachwuchs nicht vom Studium abgeschreckt. Gleichzeitig konnten die Hochschulen in bessere Ausstattung und mehr Lehrpersonal investieren. Doch trotz dieser Argumente rückt die CSU immer weiter von den einst selbst eingeführten Gebühren ab – letztlich zum Nachteil der Studenten und der Bildungsgerechtigkeit: Zwar sollen die 182 Millionen Euro, die die Hochschulen zuletzt durch Gebühren eingenommen haben, aus dem Staatshaushalt ersetzt werden. Außerdem will Bayern wie schon Baden-Württemberg den Zuschuss an eventuell steigende Studentenzahlen anpassen. Aber die entsprechenden Gelder fehlen dann an anderer Stelle, beispielsweise um mehr Studienplätze anbieten, Studentenwohnheime ausbauen und zusätzliche Stipendien gewähren zu können.

Außerdem stellt sich generell die Frage, warum das Hochschulstudium kostenlos ist, der Durchschnittsverdiener aber für den Kindergarten zahlen muss. Prinzipiell geht es also um die Frage, an welchen Stellen im Bildungssystem Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden sollen. Für eine solche Debatte sollten die gesetzlichen Fristen bis zum endgültigen Volksentscheid genutzt werden.

Ansprechpartner

Gutachten, 26. Oktober 2017

Paula Risius / Lydia Malin / Regina Flake Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr