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Grund für den Studienanfängerboom sind nicht nur die doppelten Abiturientenjahrgänge in Bayern und Niedersachsen, sondern auch die gestiegene Studierneigung – nicht zuletzt bei Bewerbern aus der beruflichen Bildung. Seit 2009 gilt nämlich auch ein Meister- oder Fachwirtabschluss als allgemeine Hochschulreife. Der enorme Anstieg in den technischen Fächern hängt nicht zuletzt mit dem Wegfall der Wehrpflicht zusammen. Außerdem wächst der Zustrom von Studienbewerbern aus dem Ausland, die sich ebenfalls besonders häufig in Ingenieurstudiengänge einschreiben.

Der Aufwärtstrend bei den Studienanfängerzahlen dürfte sich noch eine Weile fortsetzen: In diesem Jahr verlassen in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Brandenburg und zum Teil auch in Hessen doppelte Abiturientenjahrgänge die Schulen. Bleibt die Studierneigung weiterhin so stabil, so werden die Anfängerzahlen noch bis mindestens 2021 auf diesem hohen Niveau bleiben.

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IW-Report
IW-Report, 15. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je
IW-Nachricht, 12. September 2017

Sarah Berger MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn jeArrow

Die OECD lobt Deutschland in ihrem Bericht „Bildung auf einen Blick“ für die akademische und duale Ausbildung im MINT-Bereich – zu Recht. Dennoch fehlen immer mehr Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um die Lücke zu schließen, muss noch mehr in den Nachwuchs investiert werden. mehr

IW-Kurzbericht, 1. September 2017

Wido Geis Fachkräfte made in OsteuropaArrow

Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsländern hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus diesen Ländern zwischen Januar 2010 und Mai 2017 von 254.000 auf 1,14 Millionen gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote von osteuropäischen EU-Bürgern von 15,2 auf 8,3 Prozent gesunken. mehr