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Die Versorgungssicherheit mit Strom ist immer dann gefährdet, wenn viele Faktoren zusammenkommen, die jeweils für sich genommen unproblematisch sind. Im Augenblick sieht die Lage so aus: Acht Kernkraftwerke, die im vergangenen Winter noch Strom lieferten, sind abgeschaltet. Der Wind war in den vergangenen Tagen eher ein laues Lüftchen, Sonne gab es auch nicht mehr so oft – Strom aus erneuerbaren Energien stand also nur eingeschränkt zur Verfügung. Hinzu kamen Lieferprobleme mit Gas aus Russland. Aber aufgrund der kalten Witterung wurde in Europa viel Strom verbraucht, vor allem in Frankreich.

Dass es hierzulande keine größeren Stromausfälle gegeben hat, liegt besonders daran, dass alte und klimaschädliche Kraftwerke kurzfristig ans Netz genommen wurden und gleichzeitig vermehrt Strom aus Öl erzeugt wurde. Die Grenzen der Belastbarkeit dürfen aber nicht weiter ausgetestet werden. Wenn die Energiewende ein Erfolg sein soll, muss dringend in den Ausbau der Stromnetze und in neue und effiziente Kraftwerke investiert werden. Sonst steht die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland auf dem Spiel.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de