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Schon heute haben deutsche Verbraucher fast den höchsten Strompreis in Europa. Dänemark geht mit fast 30 Cent je Kilowattstunde zwar voran, Deutschland folgt mit 26 Cent jedoch auf dem Fuße – und wird den Abstand zu den Dänen durch die neue EEG-Umlage zum Jahreswechsel halbieren. Anderswo geht es indes deutlich billiger: In Frankreich und in Polen sind gerade einmal 14 Cent pro Kilowattstunde fällig und im Vereinigten Königreich 17 Cent.

Ein wesentlicher Grund für die hohen Stromkosten hierzulande sind die staatlich verordneten Abgaben: Mit aktuell knapp 12 Cent und bald knapp 14 Cent je Kilowattstunde liegen die Abgaben fast an der europäischen Spitze. Ohne diese Sonderlasten läge der deutsche Strompreis bei rund 14 Cent und damit im europäischen Mittelfeld.

Auch viele Industriebetriebe haben zu kämpfen: Sie werden durch die Preissteigerung in noch größere Wettbewerbsschwierigkeiten gegenüber der ausländischen Konkurrenz geraten. Für eine Reihe energieintensiver Unternehmen gibt es zwar Ausnahmeregelungen oder günstigere Abgabensätze, die meisten Firmen müssen aber den vollen Strompreis zahlen.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de