Stromerzeugung Image
Quelle: Fotolia

Die Bundesregierung hat die Energiewirtschaft und die Stromkunden als Geldquelle zum Stopfen von Haushaltslöchern entdeckt. So soll eine Brennelementesteuer für Strom aus Kernenergie jedes Jahr 2,3 Milliarden Euro einbringen. Für die Stromerzeuger werden Kernkraftwerke damit weniger wirtschaftlich. Das kann dazu führen, dass es betriebswirtschaftlich Sinn macht, einzelne Kraftwerke vorzeitig abzuschalten.

Die erneuerbaren Energien sind aber noch nicht in der Lage, die Kernenergie komplett zu ersetzen. Schließlich kommt es darauf an, immer genau die richtige Menge an Strom im Netz zu haben. Das ist mit Energiequellen wie Wind und Sonne, die eine stark schwankende Strommenge liefern, allein nicht zu erreichen.

Auch der deutsche Stromexport ist kein Zeichen dafür, dass Strom aus Kernenergie in Deutschland überflüssig ist. Zwar ist Deutschland seit einigen Jahren Nettoexporteur von Strom. Zuletzt machte der Exportüberschuss aber gerade einmal ein Zehntel des Stroms aus Kernenergie aus. Und vor allem: Der Export resultiert insbesondere daraus, dass überflüssiger Strom abgegeben werden muss, wenn Wind- und Solaranlagen mit voller Kraft laufen. Ein Puffer für Zeiten der Flaute ist dieser Exportstrom gerade nicht.

IW-Kurzbericht, 12. Oktober 2017

Thilo Schaefer EEG-Umlage: Verursacherprinzip geht anders!Arrow

Die EEG-Umlage wird die Stromverbraucher im kommenden Jahr weiterhin stark belasten. Die zukünftige Bundesregierung muss sich in der kommenden Legislaturperiode der Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien annehmen. mehr

7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de