Streiks in Kitas Image
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Der Konflikt entzündete sich an der Eingruppierung der Erzieherinnen. Derzeit starten sie in der Entgeltgruppe 6 mit einem Grundgehalt von 1.922 Euro im Monat. Hinzu kommen ein Leistungsentgelt und eine Jahreszahlung. In sechs Entwicklungsstufen wird das Grundgehalt im Laufe der Jahre auf bis zu 2.474 Euro aufgestockt. Nach dem Willen der Gewerkschaften soll künftig nach Entgeltgruppe 9 bezahlt werden, was je nach Entwicklungsstufe ein Lohnplus von 16 bis 38 Prozent bedeuten würde. Unterstützung für ihre Forderungen bekommen die Gewerkschaften aus der Bundespolitik – konkret von der Familienministerin. Was in einem Wahljahr auf Wählerstimmen abzielen mag, ist jedoch letztlich eine Einmischung in die Tarifautonomie. Bezahlen müssen die höheren Entgelte im Übrigen nicht der Bund, sondern die Kommunen.

Die Gewerkschaften nutzen außerdem einen Nebenschauplatz, den „Gesundheits-Tarifvertrag“, um im öffentlichen Dienst für höhere Eingruppierungen und bessere Gehälter zu kämpfen. Denn die Tarifverträge zur Eingruppierung laufen noch, insofern besteht hier Friedenspflicht. Damit missachten Ver.di und Co. das Ultima-Ratio-Prinzip, nach dem ein Streik nur letztes Verhandlungsmittel sein darf.

21. Juni 2017

Adam Giza Gewerkschaften unter DruckArrow

Die Arbeitnehmervertretungen kommen zunehmend unter Druck. Nicht einmal mehr jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland war 2015 Mitglied in einer Gewerkschaft. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de

Mehr Kitaplätze? Ja, aber nicht zulasten der Qualität!
Gastbeitrag, 8. Juni 2017

Wido Geis auf xing.com Mehr Kitaplätze? Ja, aber nicht zulasten der Qualität!Arrow

Auch nach Inkrafttreten des gesetzlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung für Einjährige stehen Eltern oft ohne Kita-Platz da. Einer Studie zufolge fehlen 300.000 Plätze – und der Bedarf steigt weiter. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Wido Geis auf xing.com. mehr

Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

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Ende 2015 zählten die acht im DGB zusammengeschlossenen Einzelgewerkschaften zusammen über 6 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon verteilt sich auf die drei großen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Am stärksten sind die DGB-Gewerkschaften jedoch im Saarland und in Bremen, am schwächsten in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. mehr