Streik im Luftverkehr Image
Quelle: Pixelio

Theoretisch haben die Flugbegleiter dasselbe Streikpotenzial wie die Piloten. Denn ohne Stewards und Stewardessen darf keine Maschine abheben. Dennoch ist ein Streik nicht ohne Risiken. Der Tarifkonflikt der Vorfeldlosten bei der Flugsicherung im vergangenen Winter hat gezeigt, dass ein Arbeitskampf ins Leere läuft, wenn Streikende durch Streikbrecher ersetzt werden können. Gelingt es der Lufthansa, unorganisierte Flugbegleiter oder Flugbegleiter anderer Unternehmen als Streikbrecher einzusetzen, verpufft die Wirkung des Arbeitskampfes. Außerdem kann immer nur relativ kurz gestreikt werden. Dauert ein Streik zu lange, droht er unverhältnismäßig zu sein. Je länger sich der Konflikt hinzieht, desto größer wird zudem der öffentliche Druck, sich mithilfe eines Schlichters wieder an den Verhandlungstisch zu setzen. Es wird dann schwieriger, die Streikfront unter den Flugbegleitern aufrechtzuerhalten.

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10. Oktober 2017

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Dass sich Deutschlands gute Wirtschaftslage nicht in den Geldbeuteln der Arbeitnehmer niederschlage, ist ein oft zu hörender Vorwurf – insbesondere aus dem Gewerkschaftslager. Doch die Zeiten sinkender Reallöhne sind lange vorbei. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 27. September 2017

Hagen Lesch Internationaler ArbeitskampfvergleichArrow

In einer globalisierten Wirtschaft bedrohen Streiks die Lieferpünktlichkeit und damit auch Kundenbeziehungen. Je weniger Arbeitstage durch Arbeitskämpfe verloren gehen, desto besser ist das für die Planungssicherheit der Unternehmen. Der Soziale Friede ist deshalb ein wichtiger Standortfaktor. Ein internationaler Arbeitskampfvergleich unter 22 OECD-Ländern für den Zeitraum 2007 bis 2016 zeigt, dass es um die Qualität der Arbeitsbeziehungen recht unterschiedlich bestellt ist. mehr

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Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de