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UFO muss sich als Spartengewerkschaft für Flugbegleiter gegenüber der Konkurrenzgewerkschaft ver.di profilieren und gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mitglieder kanalisieren. Zugeständnisse an die Arbeitgeber lassen sich bei den Mitgliedern leichter vermitteln, wenn zuvor alle Mittel ausgeschöpft worden sind, auch der Arbeitskampf.

Mit der zweiten Streikwelle hat die Flugbegleiter-Organisation ihre Streikmacht hinreichend demonstriert. Damit kann sie jetzt an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dabei muss sie Kompromisse eingehen, denn die Lufthansa wird in den Verhandlungen nicht zulassen, dass UFO den Ver.di-Abschluss vom Januar erkennbar überbietet. Dies würde einen Aufschaukelprozess zwischen den konkurrierenden Gewerkschaften anstoßen, der das Unternehmen langfristig viel Geld kostet.

UFO wird auch aus einem anderen Grund bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Gewerkschaft weiß nämlich, dass ein Arbeitskampf nur erlaubt ist, wenn er auf den Abschluss eines Tarifvertrages abzielt – und nicht auf Machtkämpfe mit konkurrierenden Organisationen.

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21. Juni 2017

Adam Giza Gewerkschaften unter DruckArrow

Die Arbeitnehmervertretungen kommen zunehmend unter Druck. Nicht einmal mehr jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland war 2015 Mitglied in einer Gewerkschaft. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de

Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

Paula Hellmich / Hagen Lesch DGB-Organisationsgrad: Nordwesten stärker, Südosten schwächerArrow

Ende 2015 zählten die acht im DGB zusammengeschlossenen Einzelgewerkschaften zusammen über 6 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon verteilt sich auf die drei großen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Am stärksten sind die DGB-Gewerkschaften jedoch im Saarland und in Bremen, am schwächsten in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. mehr

Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

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Zur Schätzung des Anteils tarifgebundener Arbeitnehmer in Deutschland wurde bisher auf das IAB-Betriebspanel und die Verdienststrukturerhebung zurückgegriffen. Mit dem Sozio-oekonomischen Panel steht nun eine dritte Datenbasis zur Verfügung. Danach wurde 2015 knapp jeder zweite Arbeitnehmer nach einem Tarifvertrag bezahlt. mehr