Steuervereinfachungsgesetz Image
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Um 4 Milliarden Euro sollen die Bürokratiekosten dank des Gesetzes sinken – allerdings sehen weder Wirtschaftsverbände wesentliche Entlastungen für Unternehmen noch der Steuerberaterverband stärkere Vereinfachungen für Bürger. Die elektronische Rechnungserstellung für die Umsatzbesteuerung und generell der elektronische Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Finanzamt mögen z.B. auf der einen Seite Abläufe vereinfachen, doch auf der anderen Seite müssen Betriebe mehr Dinge als früher melden – was die Vorteile der Online-Kommunikation wieder zunichtemacht.

Für die Lohn- und Einkommensteuerzahler wird der Werbekostenpauschbetrag von 920 auf 1.000 Euro heraufgesetzt – die meisten Steuerpflichtigen müssen aber immer noch ihre Werbekosten komplett auflisten. Auch die Möglichkeit, die Steuererklärung im Zweijahresrhythmus abzugeben, macht wenig Sinn: Wer eine Steuerrückzahlung erwartet, wird auf diese kaum ein weiteres Jahr warten wollen. Sinnvoll erscheint allerdings die Gleichbehandlung von beruflich und privat veranlassten Kinderbetreuungskosten.

Veranstaltung
Veranstaltung, 29. Mai 2017

2. Preisverleihung Wissenschaftspreis BürokratieArrow

Der Wissenschaftspreis Bürokratie wird für die wissenschaftliche Forschung zur Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vergeben. Zur Preisverleihung laden wir Sie herzlich ein. mehr

Erbschaftsteuer: Flat-Tax-Modell schlecht für kleine Unternehmen
IW-Kurzbericht, 21. April 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Erbschaftsteuer: Flat-Tax-Modell schlecht für kleine UnternehmenArrow

Ein Flat-Tax-Modell mit einer breiten Bemessungsgrundlage und einem einheitlichen Steuersatz würde die Erbschaftssteuer vereinfachen. Im Vergleich zum jetzigen Recht müssten dann Erben von kleinen und mittleren Unternehmen höhere Steuern zahlen, während große Erb- und Schenkungsfälle in der Regel bessergestellt würden. mehr

"Der Spitzensteuersatz sollte später beginnen"
Interview, 19. April 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk "Der Spitzensteuersatz sollte später beginnen"Arrow

Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther hat sich für späteren Einsatz des Spitzensteuersatzes ausgesprochen. Jeder elfte deutsche Steuerzahler müsse den Spitzensteuersatz zahlen, darunter seien selbst Facharbeiter, sagte Hüther im Deutschlandfunk. Er fragt: "Ist das wirklich das, was als Spitzensteuersatz gedacht ist?" mehr