Steuersenkungspläne Image
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Darüber kann der Bund alleine entscheiden, weil er auch das gesamte Aufkommen von 12 Milliarden Euro kassiert. Doch auch der Bund muss seine Defizite weiter zurückfahren, wenn er die verfassungsmäßig vorgegebenen Höchstgrenzen für die Neuverschuldung einhalten will. Der Ablauf ist stets gleich: Immer wenn sich in den öffentlichen Kassen finanzielle Spielräume zu öffnen scheinen, beginnt der Wettlauf, wer am meisten davon bekommt. Die einen wollen mehr ausgeben und soziale Wohltaten verteilen, die anderen die Steuer- und Beitragszahler entlasten. Am Ende wachsen die staatlichen Schuldenberge. Deshalb muss die Haushaltskonsolidierung weiterhin Priorität behalten. Speziell der Bund wird zwischen 2013 und 2016 noch hart arbeiten müssen, um die zunehmend enger werdenden Vorgaben der Schuldenbremse einzuhalten. Deshalb ist für Steuergeschenke kein Geld da.

Auf der anderen Seite gibt es – wie Parteien links von der Mitte fordern - auch keinen Grund, an der Steuerschraube zu drehen und Facharbeiter sowie Akademiker stärker zur Kasse zu bitten. Möglicherweise wird bereits dieses Jahr das Rekordsteueraufkommen des Jahres 2008 wieder erreicht und bereits nach den alten Schätzungen gibt es bis 2015 jährliche Zuwächse von rund 20 Milliarden Euro. Darauf dürften die Steuerschätzer in der aktuellen Schätzung vom November 2011 noch einmal ein Plus von insgesamt 40 Milliarden Euro draufsatteln.

Wenn der Bund aber meint, er könne so gut haushalten, dass er auf Einnahmen von 2 bis 3 Milliarden jährlich verzichten kann, dann wäre die Abschaffung der kalten Progression der sinnvollste Ansatz für eine Steuerreform. Für einen Tarif auf Rädern – also die jährliche Korrektur der Steuertafeln um die Inflation - bräuchte der Bund allerdings die Zustimmung der Länder. Das wäre die Reform aber wert, denn so wird verhindert, dass die Steuerlast jedes Jahr leicht steigt.

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

Tobias Hentze Steuerquote: Bund und Länder liegen gleichaufArrow

Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr

16. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Die sechs wichtigsten Fragen zur Steuerlast der BundesbürgerArrow

Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Steuerschätzung – Die Steuerquote steigt und steigt
IW-Nachricht, 11. Mai 2017

Tobias Hentze / Martin Beznoska Steuerquote: Der Staat nimmt sich immer mehrArrow

Mit jeder neuen Steuerschätzung verkündet der Bundesfinanzminister neue Rekordprognosen. Neben der gut laufenden Wirtschaft ist die gestiegene Steuerbelastung der Bürger und Unternehmen dafür verantwortlich. Der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt, die sogenannte Steuerquote, liegt inzwischen bei 22,7 Prozent. Die Zeit ist reif für eine durchgreifende Entlastung. mehr