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Diese milliardenschweren Einnahmeausfälle werden vermutlich in nahezu gleicher Höhe auch die Staatsverschuldung weiter nach oben treiben und den finanzpolitischen Handlungsspielraum weiter einengen. Gleichwohl ist es notwendig und richtig, gerade in der Krise die Weichen für eine konjunkturgerechte Haushalts- und Finanzpolitik richtig zu stellen. Dazu gehört nun einmal, das konjunkturbedingte Defizit hinzunehmen und nicht durch Einsparungen ausgerechnet bei öffentlichen Investitionen oder gar durch Steuererhöhungen zu kompensieren. Eine derartige Parallelpolitik würde die Krise eher noch verschärfen und zugleich verlängern.

Andererseits gibt es realistischerweise nun auch wenig Spielräume für große Steuersenkungen. Das bedeutet aber nicht, dass es in Sachen Steuerpolitik keinen Handlungsbedarf bis zum Jahre 2013 gibt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Abschaffung der kalten Progression ist keine Steuersenkung, sondern eine notwendige Korrektur ungerechtfertigter Steuerlasten. Zudem sollten die ebenfalls systemwidrigen ertragsunabhängigen Elemente bei der Gewerbesteuer beseitigt werden. Sie führen in Zeiten der Krise zu einer Substanzbesteuerung und gefährden damit zusätzlich den Fortbestand des Unternehmens.

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

Tobias Hentze Steuerquote: Bund und Länder liegen gleichaufArrow

Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr

16. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Die sechs wichtigsten Fragen zur Steuerlast der BundesbürgerArrow

Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Steuerschätzung – Die Steuerquote steigt und steigt
IW-Nachricht, 11. Mai 2017

Tobias Hentze / Martin Beznoska Steuerquote: Der Staat nimmt sich immer mehrArrow

Mit jeder neuen Steuerschätzung verkündet der Bundesfinanzminister neue Rekordprognosen. Neben der gut laufenden Wirtschaft ist die gestiegene Steuerbelastung der Bürger und Unternehmen dafür verantwortlich. Der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt, die sogenannte Steuerquote, liegt inzwischen bei 22,7 Prozent. Die Zeit ist reif für eine durchgreifende Entlastung. mehr