Steuerschätzung Image
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Denn zum einen handelt es sich nicht um echte Aufkommenseinbußen, sondern nur um unwahrscheinlich gewordene Mehreinnahmen. Auch nach der aktuellen Prognose steigen die Steuereinnahmen nach der Überwindung des Tiefpunkts im Jahr 2010 kontinuierlich wieder an, nur eben nicht so stark wie in der Vergangenheit erwartet wurde. Trotzdem sind die Wachstumsraten ab 2012 mit jährlich 3,5 bis 5 Prozent sehr beachtlich.

Zum anderen wird auf sehr hohem Niveau geklagt. Selbst im Krisenjahr 2010 erhält der Fiskus mit 510 Milliarden Euro die vierthöchsten Steuereinnahmen aller Zeiten. Nur in den Jahren 2007 bis 2009 mussten Unternehmen und Bürger stärker bluten.

Den Finanzministern und Kämmerern muss ins Stammbuch geschrieben werden: Es ist generell unverantwortlich, die weitere Haushaltsplanung am Steueraufkommen einer Hochkonjunktur auszurichten, wie sie es getan haben. Für die Jahre 2009 und 2010 hätten sie in jedem Fall mit Aufkommensrückgängen rechnen müssen. Jene wären normalerweise, d.h. ohne die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise, nur eben nicht so stark ausgefallen.

Wie gut es dem Fiskus tatsächlich geht, zeigt, dass für 2014 mit 581,5 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch bei den Steuereinnahmen prognostiziert wird. Und dies bei einer ganz normalen konjunkturellen Entwicklung – eine Wiederholung des Booms von 2007 und 2008 ist dafür gar nicht erforderlich.

Öffentliche Verschuldung
IW-Nachricht, 28. März 2017

Öffentliche Verschuldung Rekordeinnahmen versandenArrow

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen 2016 rund 24 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben – ein neuer Rekord. Trotzdem bleibt der öffentliche Schuldenstand nahezu unverändert hoch. Die Politik sollte die derzeitigen Überschüsse nutzen, um für langfristige Herausforderungen gewappnet zu sein – etwa durch einen Demografie-Fonds. mehr

Gastbeitrag, 8. Februar 2017

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Es erscheint als ein Luxusproblem für die Politik: Wohin mit den Überschüssen in den öffentlichen Haushalten? Schulden tilgen, Investitionen erhöhen? Bei genauem Hinsehen ist eine Option den anderen überlegen: Die Zeit ist reif für eine Steuerentlastung, die diesen Namen verdient. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Tobias Hentze im Online-Magazin für Wirtschaftspolitik makronom.de. mehr

Reform der Grunderwerbsteuer
Gutachten, 6. Februar 2017

Tobias Hentze / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Reform der GrunderwerbsteuerArrow

Deutschland gilt als Mieternation. Lediglich 45 Prozent der Haushalte in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Dies liegt zum großen Teil an der hohen Grunderwerbssteuer. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat untersucht, was nötig wäre, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen. mehr