Spielwarenindustrie Image
Quelle: Fotolia

Im vergangenen Jahr musste die Spielwarenindustrie mit ihren 70 überwiegend mittelständischen Betrieben noch einen Umsatzrückgang um 8 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro hinnehmen – die Krise hatte den Deutschen die Lust aufs Spielen offenbar vergällt. Damit waren sie nicht allein: Auch der Export der Branche schrumpfte um 9 Prozent auf 588 Millionen Euro.Ganz anders im laufenden Jahr: Bis einschließlich Oktober schnellten die Umsätze der Spielwarenindustrie um fast ein Drittel auf 1,6 Milliarden Euro nach oben. Und dabei war vor allem das Inland in Kauflaune: Hier wurden 41 Prozent mehr abgesetzt als in den ersten neun Monaten des Vorjahrs.

a viele Gesellschafts- oder Computerspiele auf die heimische Sprache und Mentalität ausgerichtet sind, ist die Exportquote der Spielwarenindustrie mit einem Drittel der Gesamtumsätze im Vergleich zu anderen Industriesparten eher niedrig. Angesichts des brummenden Inlandsgeschäfts ist dies aber zumindest aktuell kein Schaden. Der Trend geht zudem zu höherwertigen Spielwaren, sodass die deutschen Hersteller Billigware aus Fernost kaum als Konkurrenz fürchten müssen. So hat der größte deutsche Plüschtierhersteller 2008 seine Fertigung aus Asien an den heimischen Standort in Giengen zurückverlagert, um dem Qualitätsanspruch der Kunden gerecht zu werden und schneller liefern zu können.

Themen

17. März 2017

Wahl Das Saarland muss nachlegenArrow

Am 26. März wählen die Saarländer einen neuen Landtag. Ökonomisch gesehen schöpft das kleinste Flächenland Deutschlands seine Potenziale derzeit nicht aus – und seine Schlüsselbranchen stehen vor einem fundamentalen Wandel. mehr auf iwd.de

10. Februar 2017

Cyberkriminalität So verhindert man den DatenklauArrow

Datenklau und Social Engineering sind für die Unternehmen ein großes Geschäftsrisiko – noch vor Betriebsunterbrechungen. Dabei gibt es einfache Tricks, wie sich Mitarbeiter sicherer im Internet bewegen und damit auch ihr Unternehmen schützen können. mehr auf iwd.de

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 8. Februar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Dollar-Abwertung bremst Anstieg der MetallpreiseArrow

Auf den internationalen Metallmärkten macht das neue Jahr dort weiter, wo das alte aufgehört hat, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Im Januar stiegen die Preise für nach Deutschland eingeführte Metalle um durchschnittlich 1,3 Prozent nach 1,1 Prozent im Vormonat. mehr