Image
Quelle: Fotolia

Nach dem DGB-Reformkonzept kommen jetzt auch Grundzüge eines SPD-Rentenkonzepts an die Öffentlichkeit. Angesichts der vermeintlich niedrigen Riester-Sparquote soll nach dem Willen der SPD-Führung die staatliche Förderung eingestampft werden. Stattdessen soll die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden.

Man mag über die Effizienz der Riester-Förderung streiten. Von der vermeintlich mageren Beteiligungsquote auf eine mangelnde Altersvorsorge zu schließen, wäre aber vorschnell. Denn Altersarmut droht erst dann, wenn gesetzliche und betriebliche Rente, Auszahlungen aus den verschiedenen Formen privater Vorsorge sowie das Vermögen zusammen nicht ausreichen, um im Alter einigermaßen über die Runden zu kommen.

Dass mit dem Verzicht auf die Riester-Förderung auch der Rentenanpassungsfaktor kippt und das Bruttorentenniveau deshalb bis 2030 nur auf 50 und nicht wie geplant auf 43 Prozent fällt, steht auf der anderen Seite des Blatts. Deshalb müssen die Beitragszahler früher und schneller tiefer in die Tasche greifen, damit der Beitragssatzanstieg auf die gesetzlichen Höchstgrenzen beschränkt werden kann.

Deshalb hilft auch eine Stärkung der betrieblichen Altersversorgung nicht, die gesetzliche Rentenkasse nachhaltig zu stabilisieren. Außerdem steigt das Alterseinkommen nicht durch einen Tausch von betrieblicher gegen private Vorsorge. Und wer gar hofft, die Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen zu können, macht am Ende die Rechnung ohne den Wirt. Höhere Lohnnebenkosten mindern die Beschäftigungschancen und damit die Finanzierung der Renten.

20. September 2017

Carsten Ruge Mehr Wirtschaft wagenArrow

Egal, welche Parteien nach der Bundestagswahl am 24. September die neue Regierung stellen, es wartet eine ganze Reihe Aufgaben auf sie. Die M+E-Industrie erhofft sich vor allem Maßnahmen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv halten. Dazu haben die Arbeitgeberverbände ein Positionspapier formuliert. mehr auf iwd.de

11. September 2017

Susanna Kochskämper Die Rente mit 70 muss kommenArrow

Alle größeren Parteien fassen die Rente mit 70 im Bundestagswahlkampf 2017 mit spitzen Fingern an. Eine weitere Anhebung des Rentenalters ist jedoch nicht nur der eleganteste, sondern im Prinzip der einzige Weg, die gesetzliche Rentenversicherung demografiefest zu machen, wie eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. mehr auf iwd.de

11. September 2017

Jochen Pimpertz Sozialversicherungen: Zur Kasse, bitte!Arrow

Zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Bundesregierung wird es gehören, die Sozialversicherungen zukunftsfest zu machen. Ein Blick in die Wahlprogramme zeigt jedoch: Alle Parteien verschließen vor den demografischen Herausforderungen die Augen, bei einigen wird es für junge Erwerbstätige sogar richtig teuer. mehr auf iwd.de