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In Spanien droht eine Kreditklemme, weil viele Banken dort kaum noch am privaten Markt Kapital bekommen. Weil sie zugleich ihre Kapitalpuffer zur Risikovorsorge erhöhen sollen, bleibt ihnen oft nur noch das Kürzen der Kreditvergabe. Das ist aber Gift für die eigentlich gesunde spanische Wirtschaft und den boomenden Exportsektor. Eine noch tiefere Rezession könnte zudem die Konsolidierungsanstrengungen ins Leere laufen lassen. Denn niedrigere Steuern und höhere Ausgaben für Arbeitslosengeld erhöhen die Staatsschuldenquote ebenso wie eine schrumpfende Wirtschaft an sich. Deshalb ist das gezielte und dosierte Bankenrettungspaket der richtige Weg.

Doch ist Vorsicht geboten, damit die Spanien-Rettung nicht andere Staaten in Zukunft dazu verleitet, Hilfsgelder ohne umfassende wirtschafspolitische Auflagen erhalten zu wollen. Deshalb müssen die Helfer klar kommunizieren, dass Spanien ein Sonderfall ist. Die Regierung muss nur deshalb kein umfassendes Anpassungsprogramm unterschreiben, weil die Iberer bislang schon beeindruckende Reformschritte gemacht haben – von der Schuldenbremse, über die Disziplinierung der Regionen hin zu Renten- und Arbeitsmarktreformen. Die Sanierung der Banken muss allerdings schon genauen Auflagen unterliegen und von der EU-Kommission und der Europäischen Bankenaufsicht strikt überwacht werden.

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IW-Report
IW-Report, 18. September 2017

Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer How do higher interest rates impact companies’ financial situation?Arrow

Companies’ access to finance has an important impact on their profitability and growth prospects. Without external financing, most firms are not able to invest, which is a prerequisite for economic growth. Unlike in the US, which has a capital market-based financial system, banks are the dominant lenders for firms in the Eurozone. mehr

14. September 2017

Interview mit Markus J. Beyrer „Die Freiheiten in der EU fallen nicht von den Bäumen“Arrow

Die künftige Bundesregierung muss die Fahne des Freihandels hochhalten und sollte den vorhandenen finanziellen Spielraum für mehr Investitionen nutzen, sagt Markus J. Beyrer im iwd-Interview. Der Österreicher ist Generaldirektor der europäischen Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände BusinessEurope, zu dessen Mitgliedern die deutschen Organisationen BDA und BDI gehören. mehr auf iwd.de

Cybersicherheit
IW-Nachricht, 13. September 2017

Barbara Engels Cybersicherheit: Überfällige AnpassungenArrow

Die wirtschaftlichen Schäden durch Cyberattacken haben sich in den vergangenen vier Jahren verfünffacht. Inzwischen vergeht keine Woche mehr, in der nicht ein prominentes Unternehmen gehackt wird. Die Europäische Kommission reagiert jetzt mit einer Neuauflage ihrer Cybersicherheitsstrategie – ein dringend nötiger Schritt. mehr