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In Spanien droht eine Kreditklemme, weil viele Banken dort kaum noch am privaten Markt Kapital bekommen. Weil sie zugleich ihre Kapitalpuffer zur Risikovorsorge erhöhen sollen, bleibt ihnen oft nur noch das Kürzen der Kreditvergabe. Das ist aber Gift für die eigentlich gesunde spanische Wirtschaft und den boomenden Exportsektor. Eine noch tiefere Rezession könnte zudem die Konsolidierungsanstrengungen ins Leere laufen lassen. Denn niedrigere Steuern und höhere Ausgaben für Arbeitslosengeld erhöhen die Staatsschuldenquote ebenso wie eine schrumpfende Wirtschaft an sich. Deshalb ist das gezielte und dosierte Bankenrettungspaket der richtige Weg.

Doch ist Vorsicht geboten, damit die Spanien-Rettung nicht andere Staaten in Zukunft dazu verleitet, Hilfsgelder ohne umfassende wirtschafspolitische Auflagen erhalten zu wollen. Deshalb müssen die Helfer klar kommunizieren, dass Spanien ein Sonderfall ist. Die Regierung muss nur deshalb kein umfassendes Anpassungsprogramm unterschreiben, weil die Iberer bislang schon beeindruckende Reformschritte gemacht haben – von der Schuldenbremse, über die Disziplinierung der Regionen hin zu Renten- und Arbeitsmarktreformen. Die Sanierung der Banken muss allerdings schon genauen Auflagen unterliegen und von der EU-Kommission und der Europäischen Bankenaufsicht strikt überwacht werden.

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The Future of Mercorsur: What’s at stake for the EU?
Veranstaltung, 16. Oktober 2017

Debate The Future of Mercorsur: What’s at stake for the EU?Arrow

The Cologne Institute for Economic Research (IW Köln) and the German Institute for International and Security Affairs – Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) are kindly inviting you to a jointly organised expert exchange on the on-going negotiations for a new trade agreement between the EU and Mercosur. mehr

11. Oktober 2017

Matthias Diermeier Wohlstand: Ohne die Hauptstadt meist geringerArrow

Berlin ist sexy, aber nach wie vor relativ arm – würde man die Hauptstadt und ihre Bewohner herausrechnen, wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt je Einwohner um 0,2 Prozent höher. Im übrigen Europa sieht das Bild jedoch ganz anders aus. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 28. September 2017

Daniel Bendel und Markus Demary auf Focus Online Hebt die EZB die Zinsen an, bekommen 800.000 Unternehmen ProblemeArrow

Mit ihren niedrigen Zinsen hat die EZB vielen Unternehmen geholfen, die Krise zu überwinden - aber nicht allen. Würden die Zinsen steigen, hätten vor allem Firmen aus Italien, Griechenland und Frankreich ein Problem, schreiben die IW-Ökonomen Daniel Bendel und Markus Demary in einem Gastbeitrag auf Focus Online. mehr