Arbeit gegen Armut Image
Quelle: Fotolia

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat unlängst untersucht, welche Faktoren die sogenannte Einkommensmobilität beeinflussen. Demnach sind für den Aufstieg von einer unteren in eine höhere Einkommensklasse vor allem drei Faktoren entscheidend:

1. Arbeit. Von überragender Bedeutung ist der Erwerbsstatus. Wer arbeitslos oder nicht erwerbstätig ist, hat kaum Chancen, auf der sozialen Leiter nach oben zu klettern. Wer hingegen einen Job findet oder seine Arbeitszeit von Teilzeit auf Vollzeit ausdehnt, hat sehr gute Chancen aufzusteigen.

2. Bildung. Universitätsabsolventen haben eine fast dreimal so hohe Chance, aus der untersten Einkommensschicht nach oben aufzusteigen wie Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

3. Haushaltstyp. Die größere Zahl der Alleinerziehendenhaushalte hat zu einem statistisch höheren Armutsrisiko beigetragen. Alleinerziehende haben meist erst dann eine größere Chance sich finanziell zu verbessern, wenn sie mit einem Partner zusammenziehen.

Berliner Gespräche Frühjahrstagung 2017
Veranstaltung, 27. April 2017

Berliner Gespräche Frühjahrstagung 2017 20 Jahre nach der Ruck-Rede: Wie der „kranke Mann Europas“ geheilt wurde – und wie er gesund bleibtArrow

„Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“, forderte Roman Herzog vor 20 Jahren. Seit langem gilt diese Rede als wichtiger Impuls für jenen politischen Reformprozess, der eine wesentliche Grundlage des heutigen Erfolges ist. Auf unserer Frühjahrstagung möchten wir mit Ihnen diskutieren, wie der nächste Ruck aussehen könnte, der durch Deutschland gehen muss. mehr

„Politik muss Arbeit schaffen”
Interview, 26. April 2017

Christoph Schröder auf WDR 5 „Politik muss Arbeit schaffen”Arrow

Soziale Gerechtigkeit zielt in erster Linie darauf, Armut zu mildern und Chancen zu verbessern. Der Armutsforscher Christoph Schröder vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erklärt im WDR 5-Interview, was die Politik gegen Armut tun sollte. mehr

Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr