Sinkende EEG-Prämie Image
Quelle: Eyematrix – Fotolia

Mit der EEG-Umlage sollen die Kosten des Ausbaus erneuerbarer Energien finanziert werden. Mitte Oktober wird die Umlage für das jeweils nächste Jahr festgelegt. Dabei muss der Mittelbedarf für das Folgejahr geschätzt werden. Wenn die Menge von Strom aus Solar- und Windkraftwerken sich aber anders entwickelt als prognostiziert oder wenn sich die Preise ändern, ist die festgelegte Umlage entweder zu hoch oder zu niedrig.

In den vergangenen Jahren wies das EEG-Konto aus diesem Grund immer ein Minus auf, das mit einer höheren Umlage im Jahr darauf ausgeglichen werden musste. Auch 2013 waren die Kosten der Förderung deutlich höher als gedacht. Der Fehlbetrag von 2,3 Milliarden Euro wurde dann auf die EEG-Umlage 2014 aufgeschlagen – die aktuelle EEG-Umlage von 6,24 Cent pro Kilowattstunde beinhaltet Nachzahlungen für 2013 in Höhe von 0,58 Cent pro Kilowattstunde.

Aktuell ist das EEG-Konto nun aber mit 1,5 Milliarden Euro im Plus. So wird es dieses Jahr voraussichtlich keine Schulden geben, die mit der EEG-Umlage 2015 zurückgezahlt werden müssten. Entsprechend wird allein der Mittelbedarf für erneuerbaren Strom im Jahr 2015 relevant für die Höhe der EEG-Umlage sein.

Die tatsächlichen Kosten der EEG-Förderung sind indes nicht gesunken. Im Gegenteil: Von Januar bis August wurden 14,7 Milliarden Euro Fördergelder ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahr waren das Mehrkosten in Höhe von 529 Millionen beziehungsweise 4 Prozent. Und ob die im August in Kraft getretene EEG-Reform wie erhofft eine wirksame Kostenbremse ist, werden erst die kommenden Monate zeigen.

Ansprechpartner

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de