Besonders oft wird in Privathaushalten an der Steuer vorbeigearbeitet: Rund 95 Prozent der 4,5 Millionen Haushalte, in denen eine Haushaltshilfe beschäftigt ist, melden sie nicht an. Auch Handwerker werden am häufigsten rund um den Privathaushalt schwarz beauftragt, nicht zuletzt, weil diese Kosten nur begrenzt steuerlich geltend gemacht werden können. Doch ob die geplanten 6.700 statt wie bisher 6.500 Schwarzarbeitsfahnder daran sehr viel ändern, ist zweifelhaft.

Denn die Finanzkontrolle Schwarzarbeit arbeitet nach Untersuchungen des Bundesrechnungshofs sehr ineffektiv und ist teuer. Neben den finanziellen Vorteilen für den Einzelnen, die durch das Hinterziehen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen entstehen, sind vor allem die wahrgenommenen sozialen Normen entscheidend – nach dem Motto: Tut der Nachbar es auch, ist es wohl in Ordnung.

Mit Schwarzarbeit werden in Deutschland laut Umfragen schätzungsweise 150 Milliarden Euro umgesetzt, hinzu kommt noch das dabei verwendete Material im Wert von rund 80 Milliarden Euro.