Schonvermögen Image
Quelle: Fotolia

So wird das Schonvermögen momentan berechnet: Laut Sozialgesetzbuch erhält ein junges Paar mit Nachwuchs (zwei 30-Jährige mit zwei Kindern) einen Grundfreibetrag von 9.000 Euro, einen Kinderfreibetrag von 6.200 Euro, anrechnungsfreie Altersvorsorge von 15.000 Euro und ein Freibetrag für Anschaffungen von 3.000 Euro. Macht zusammen 33.200 Euro Schonvermögen. Vermögen in Riester-Verträgen wird dabei überhaupt nicht angerechnet – ebenso wie selbst genutztes Wohneigentum. Ein älteres Paar (zwei 50-Jährige) ohne Kinder kommt auf 41.500 Euro Schonvermögen plus Riester plus Immobilie; 62-Jährige profitieren von einer Sonderregelung und können nahezu 100.000 Euro Schonvermögen geltend machen.

Gegen diese nicht kleinen Beträge stehen die bescheidenen tatsächlichen Vermögen der Arbeitslosen. Ein Arbeitslosenhaushalt verfügt im Durchschnitt über ein Nettogeldvermögen von 15.600 Euro. Es dürfte daher kaum Arbeitslose geben, die von einer Anhebung der Freibeträge profitieren. Und wenn es sie gäbe, wäre fraglich, ob solchermaßen Vermögenden eine steuerfinanzierte Fürsorgeleistung gewährt werden sollte.

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf MDR Online „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr