Schonvermögen Image

Wie sieht die Rechtslage aus: Neben einem Grundfreibetrag von 150 Euro pro Lebensjahr wird ALG-II-Empfängern Altersvorsorgevermögen von 250 Euro pro Lebensjahr nicht angerechnet. Diesen Betrag will die Bundesregierung auf 750 Euro anheben. Weiterhin gelten Freibeträge für Kinder und für Anschaffungen. Geförderte Altersvorsorge wie die Riester-Rente wird ebenso wenig angerechnet wie selbst genutztes Wohneigentum.

Alles zusammen genommen könnte ein Paar von jeweils 60 Jahren nach der von der Bundesregierung anvisierten kleinen Reform ein anrechnungsfreies Vermögen von 109.500 Euro zuzüglich Riester-Rente und selbst genutzter Immobilie haben, ohne dass das ALG II gekürzt würde. Ein Paar von 40 Jahren mit zwei minderjährigen Kindern käme auf 81.200 Euro Schonvermögen plus Riester plus Häuschen.

Angesichts eines mittleren Nettogeldvermögens von Arbeitslosenhaushalten in Höhe von gerade einmal 1.200 Euro sind Forderungen nach einer noch weiter gehenden Anhebung purer Populismus.

Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de

AfD-Wähler in NRW
IW-Kurzbericht, 1. August 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues NRW-Wahl: Nur wenige AfD-Wähler arbeitslosArrow

Obwohl die Bedingungen für einen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl am 13. Mai 2017 günstig waren, fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Besonders gut schnitt die AfD in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen des Ruhrgebiets mit hoher Arbeitslosigkeit ab. Arbeitslose selbst jedoch stellen nur eine kleine Gruppe des AfD-Elektorats, das sich hauptsächlich aus Angestellten und Arbeitern zusammensetzt. mehr