MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je Image
Das Angebot an gut ausgebildeten Ingenieuren stimmt – doch die Nachfrage überwiegt. Foto: golubovy/iStock

Laut des OECD-Berichts ist Deutschland Spitzenreiter bei der Studienanfänger- und Absolventenquote in den wichtigen MINT-Fächern. Auch die hohe Qualität der Ausbildung bekommt ein Lob. Das Angebot in den mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fächern stimmt also. Allerdings steht dem auch eine weiterhin hohe und wachsende Nachfrage gegenüber. Die MINT-Arbeitskräftelücke hat im August mit 274.600 einen neuen Höchststand erreicht.

Am drängendsten erweist sich die Situation in den nicht-akademischen MINT-Berufen. Hier hat die Arbeitskräftelücke innerhalb eines Jahres um rund 50 Prozent zugelegt. Aber auch der Engpass bei MINT-Akademikern hält sich beharrlich. Der von einigen voreilig diagnostizierte Schweinezyklus, wonach sich Nachfrage- und Angebotsüberschüsse auf dem Arbeitsmarkt abwechseln, hat sich im MINT-Bereich als komplette Fehlprognose erwiesen. Trotz deutlich gestiegener Studierendenzahlen kommen die meisten MINT-Absolventen nach wie vor problemlos am Arbeitsmarkt unter. Auch die OECD lobt den in Deutschland gut aufeinander abgestimmten Übergang von Bildungssystem und Arbeitsmarkt. Probleme haben dagegen immer mehr Unternehmen bei der Suche nach Ingenieuren und anderen Fachkräften.

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MINT-Herbstreport 2017
Gutachten, 16. November 2017

Christina Anger / Sarah Berger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2017Arrow

Erfolgreiche Innovationspolitik ist in erster Linie gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Fachkräftesicherungspolitik, konkret im Bereich der besonders innovationsrelevanten MINT-Qualifikationen. Hier hat die Arbeitskräftelücke einen neuen Allzeit-Höchststand erreicht und lag Ende September 2017 bei 290.900 Personen, 42,9 Prozent höher als im Vorjahr. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr