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Die greift aber erst dann, wenn Einkommen und Vermögen nicht für den Lebensunterhalt ausreichen. Und das bedeutet: Die Riester-Rente hilft, Bedürftigkeit im Alter zu vermeiden, denn wer riestert, spart für seinen Lebensabend. Die steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter hilft bei Bedürftigkeit, also dann, wenn das Einkommen und Vermögen des Betroffenen nicht mehr zum Leben reichen. Zum Einkommen und Vermögen zählt auch die Riester-Rente. Sie bei der Anrechnung auf die Grundsicherung auszulassen, wäre ungerecht: Die Riester-Sparer bekämen mit der Grundsicherung mehr als jene, die den gleichen Betrag beispielsweise auf ein Sparbuch statt aufs Riester-Konto eingezahlt haben. Denn dieses Ersparte fällt unter das anzurechnende Vermögen.

Überhaupt erscheint die Diskussion überzogen. Es beziehen derzeit deutlich weniger Ruheständler Sozialhilfe als andere Bevölkerungsgruppen. Ein Grund: Bereits nach etwas mehr als 13 Beitragsjahren übersteigt die gesetzliche Rente eines westdeutschen Durchschnittsverdieners den Hartz-IV-Regelsatz von 345 Euro. Eine Halbtagskraft wäre nach 27 Beitragsjahren aus dem Schneider. Und selbst wenn der eigene Rentenanspruch geringer ausfällt, sorgt meist die Rente des Ehepartners für ein ausreichendes Alterseinkommen.

Allerdings sinken die gesetzlichen Renten bis zum Jahr 2030. Die private Vorsorge wird somit immer wichtiger, will man seinen Lebensstandard auch nach dem Arbeitsleben noch halten. Vorsorgen lohnt sich gerade für Geringverdiener: Ihr Einkommensniveau steigt künftig sogar, wenn sie die staatliche Sparförderung ausnutzen.

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr