Riester-Rente Image
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Die greift aber erst dann, wenn Einkommen und Vermögen nicht für den Lebensunterhalt ausreichen. Und das bedeutet: Die Riester-Rente hilft, Bedürftigkeit im Alter zu vermeiden, denn wer riestert, spart für seinen Lebensabend. Die steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter hilft bei Bedürftigkeit, also dann, wenn das Einkommen und Vermögen des Betroffenen nicht mehr zum Leben reichen. Zum Einkommen und Vermögen zählt auch die Riester-Rente. Sie bei der Anrechnung auf die Grundsicherung auszulassen, wäre ungerecht: Die Riester-Sparer bekämen mit der Grundsicherung mehr als jene, die den gleichen Betrag beispielsweise auf ein Sparbuch statt aufs Riester-Konto eingezahlt haben. Denn dieses Ersparte fällt unter das anzurechnende Vermögen.

Überhaupt erscheint die Diskussion überzogen. Es beziehen derzeit deutlich weniger Ruheständler Sozialhilfe als andere Bevölkerungsgruppen. Ein Grund: Bereits nach etwas mehr als 13 Beitragsjahren übersteigt die gesetzliche Rente eines westdeutschen Durchschnittsverdieners den Hartz-IV-Regelsatz von 345 Euro. Eine Halbtagskraft wäre nach 27 Beitragsjahren aus dem Schneider. Und selbst wenn der eigene Rentenanspruch geringer ausfällt, sorgt meist die Rente des Ehepartners für ein ausreichendes Alterseinkommen.

Allerdings sinken die gesetzlichen Renten bis zum Jahr 2030. Die private Vorsorge wird somit immer wichtiger, will man seinen Lebensstandard auch nach dem Arbeitsleben noch halten. Vorsorgen lohnt sich gerade für Geringverdiener: Ihr Einkommensniveau steigt künftig sogar, wenn sie die staatliche Sparförderung ausnutzen.

SPD-Rentenkonzept
IW-Nachricht, 7. Juni 2017

Jochen Pimpertz SPD-Rentenkonzept: Versprechen zulasten der JungenArrow

Mit einem stabilen Rentenniveau und einer Solidarrente will die SPD die Zustimmung zur Gesetzlichen Rentenversicherung sichern. Kanzlerkandidat Martin Schulz will das mit einem höheren Steuerzuschuss und durch die steigende Produktivität in der digitalen Arbeitswelt finanzieren. Doch am Ende müssen wohl vor allem die jüngeren Erwerbstätigen die Zeche zahlen. mehr

Vom höheren Rentenniveau profitieren vor allem die Reichen
Gastbeitrag, 2. Juni 2017

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Die Politik hat den Wählern einige Vorschläge gemacht, wie das Rentenniveau über das Jahr 2030 hinaus gehalten werden soll. Doch dabei werden die Folgen oft völlig vergessen. Denn gut gemeint heißt nicht gut gemacht. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Jochen Pimpertz auf Focus Online. mehr