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Mit dieser Aktion zeigt die Europäische Union Solidarität. Diese Solidarität ist aber nicht bedingungslos, sondern an harte Reformauflagen geknüpft. So müssen die Löhne gesenkt und die Renten gekürzt werden. Außerdem sollen das marode Steuersystem und der überbesetzte und inkompetente Verwaltungsapparat reformiert werden. Das könnte auch ein wirksamer Schritt sein, um die im Land verbreitete Korruption zumindest zu verringern. Diese lähmt die Wirtschaft und schreckt ausländische Investoren ab.

Die griechische Regierung muss sich nun darauf konzentrieren, ausländische Firmen anzulocken. Griechenland muss als Investitionsstandort attraktiv werden, durch steuerliche Vergünstigungen und eine verschlankte Bürokratie.

Ob die griechische Regierung alle ihre Vorhaben umsetzen kann, steht in den Sternen. Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Soziale Spannungen nehmen zu. Diese werden die nächsten Wahlen entscheidend beeinflussen. Und der Wahlausgang entscheidet darüber, ob Griechenland den geforderten Konsolidierungsweg tatsächlich gehen wird. Einige besonders radikale Parteien haben bereits im Falle einer Regierungsbeteiligung ihr Nein zum Reformpaket bekundet. Zudem ist es mehr als fraglich, ob Griechenland schon im Jahr 2014 in der Lage sein wird, sich am internationalen Kapitalmarkt frische Kredite zu besorgen, besonders so kurz nach einem wenig vertrauensbildenden Schuldenschnitt.

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In der Falle der niedrigen Zinsen
Gastbeitrag, 27. April 2017

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Die Europäische Zentralbank berät wieder über die Leitzinsen. Sie werden wohl auf ihrem Rekordtief bleiben. Durch diese Politik gerät das zentrale Problem im Euroraum in Vergessenheit: die extrem hohen Staatsschulden. Ein Gastkommentar auf n-tv.de von Hubertus Bardt, Geschäftsführer im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Die EU nicht dem Handel mit den Briten opfern
Gastbeitrag, 19. April 2017

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Sosehr der Verlust der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schmerzt, ein Untergang der europäischen Idee ist mit dem Brexit ebenso wenig verbunden wie ein ökonomisches oder gar politisches Desaster für Deutschland. Ein Gastbeitrag von IW-Direktor Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

13. April 2017

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Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de