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Nächste Woche startet die Bundesarbeitsministerin ihren Rentendialog. Dabei sollen Maßnahmen gegen eine drohende Altersarmut gefunden werden. Bislang verwehrt sich die Bundesarbeitsministerin gegen eine Sockelrente. Sie hat gute Gründe:

• Grundsätzlich sind Ältere hierzulande seltener von Altersarmut bedroht als andere Gruppen, etwa Alleinerziehende.

• Außerdem stellt die gesetzliche Rente oftmals nicht das alleinige Alterseinkommen dar. Deshalb sagt selbst eine geringe Rentenhöhe noch nicht viel darüber aus, ob Altersarmut droht.

• Umgekehrt führt die soziale Gießkanne, also eine pauschale Aufstockung geringer Renten, zu Mitnahmeeffekten. Denn davon profitieren auch Menschen mit zusätzlichen Alterseinkommen.

• Statt neue Leistungen zu versprechen, die die Rentenkasse belasten, sind zunächst einmal die Beitragszahler dran. Denn wenn die Nachhaltigkeitsrücklage auf mehr als anderthalb Monatsausgaben anschwillt, verpflichtet der Gesetzgeber die Regierung zur Senkung des Beitragssatzes.

• Das hilft auch den gesetzlichen Rentnern. Denn bei der nächsten Rentenanpassung sorgt die Entlastung der Beitragszahler für einen stärkeren Anstieg bei den Bestandsrenten.

SPD-Rentenkonzept
IW-Nachricht, 7. Juni 2017

Jochen Pimpertz SPD-Rentenkonzept: Versprechen zulasten der JungenArrow

Mit einem stabilen Rentenniveau und einer Solidarrente will die SPD die Zustimmung zur Gesetzlichen Rentenversicherung sichern. Kanzlerkandidat Martin Schulz will das mit einem höheren Steuerzuschuss und durch die steigende Produktivität in der digitalen Arbeitswelt finanzieren. Doch am Ende müssen wohl vor allem die jüngeren Erwerbstätigen die Zeche zahlen. mehr

Vom höheren Rentenniveau profitieren vor allem die Reichen
Gastbeitrag, 2. Juni 2017

Jochen Pimpertz auf Focus Online „Vom höheren Rentenniveau profitieren vor allem die Reichen”Arrow

Die Politik hat den Wählern einige Vorschläge gemacht, wie das Rentenniveau über das Jahr 2030 hinaus gehalten werden soll. Doch dabei werden die Folgen oft völlig vergessen. Denn gut gemeint heißt nicht gut gemacht. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Jochen Pimpertz auf Focus Online. mehr