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Im Boom-Jahr 2007 rechnete die Bundesregierung noch damit, den Beitragssatz zur Rentenversicherung in diesem Jahr von 19,9 auf 19,3 Prozent senken zu können. Ab 2012 sollten sogar 19,1 Prozent reichen. Doch dann kam alles anders – aber nicht nur wegen der Wirtschaftskrise. Bereits zum 1. Juli 2008 gab es eine außerordentliche Rentenerhöhung - mit der Konsequenz, dass die Beitragszahler 2011 gänzlich auf Entlastungen verzichten mussten. Die angepeilten 19,1 Prozent wurden erst für das Jahr 2013 in Aussicht gestellt. Doch inzwischen ist vor 2014 kaum mit einer Senkung zu rechnen.

Allein die Finanzierung der außerordentlichen Rentenerhöhung kostet die Beitragszahler aktuell knapp 3 Milliarden Euro extra. Mit weiteren 7,8 Milliarden Euro schlagen die ausgelassenen Rentendämpfungen der Jahre 2005, 2006 und 2010 zu Buche. Das alles soll zwar Schritt für Schritt nachgeholt werden. Bis dahin müssen die Beitragszahler aber die zusätzlichen Lasten schultern. Dem entspricht in diesem Jahr umgerechnet fast 1 Beitragssatzpunkt. Die günstige Einnahmenentwicklung sollte deshalb vor allem genutzt werden, um den Beitragssatz zu senken, statt die Beitragszahler mit außerordentlichen Rentenerhöhungen dauerhaft zu belasten.

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr