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Grundsätzlich sollen die Alterseinkommen mit der Entwicklung der Arbeitsentgelte Schritt halten. Ohne diese Dynamik würden die Ruheständler mit jeder Lohnerhöhung weiter hinter das Einkommensniveau der Beitragszahler zurückfallen. Diese Logik gilt auch umgekehrt: Sinken die durchschnittlichen Arbeitsentgelte, gehen auch die gesetzlichen Renten in diese Richtung. Anderenfalls werden die Ruheständler – wie in diesem Jahr – besser gestellt.Die Rentengarantie ist auch damit nicht zu rechtfertigen, dass die Anpassungen während der vergangenen Dekade aufgrund von Riester-Reform und Nachhaltigkeitsfaktor hinter der Entwicklung der Arbeitsentgelte zurückgeblieben sind. Denn im Gegenzug müssen vor allem die jungen Beitragszahler mit einem deutlich geringeren Versorgungsniveau rechnen. Beides gehört zur Stabilisierung des gesetzlichen Rentensystems.

Immerhin sollen die ausgelassenen Rentenminderungen nachgeholt werden. Aber selbst wenn die in den nächsten Jahren mit potenziellen Erhöhungen verrechnet werden, müssen die Beitragszahler schon heute tiefer in der Tasche greifen. Allein die Rentengarantie kostet in diesem Jahr schätzungsweise 1,7 Milliarden Euro. Die ganzen zusätzlichen Belastungen bekommen vor allem die Beitragszahler zu spüren: Rechnete die Bundesregierung bis vor drei Jahren noch mit einem Beitragssatz von 19,1 Prozent ab dem Jahr 2012, müssen sich die Arbeitnehmer heute dauerhaft auf 19,9 Prozent einstellen.

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

IW policy paper
IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr