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Dem Konzept der Zuschussrente wird entgegengehalten, dass es nicht in die beitragsfinanzierte Rentenversicherung passe. Abgesehen von Zweifeln, ob Altersarmut in dem prognostizierten Umfang droht, wird zu Recht gefordert, die versicherungsfremde Aufstockung der gesetzlichen Altersbezüge aus Steuermitteln zu finanzieren.

Dabei ist das Konzept der Arbeitsministerin mit einem schrittweise ansteigenden Volumen auf bis zu 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2030 noch vergleichsweise günstig. Die SPD wartet mit einer „Solidarrente“ auf, die ersten Meldungen zufolge über 15 Milliarden Euro kostet. Hier soll der Zugang zur Zuschussrente deutlich leichter sein, dazu wollen die Sozialdemokraten die betriebliche Altersvorsorge massiv fördern. Mit 11,6 Milliarden Euro nur wenig günstiger ist der Vorschlag der CSU, die unter anderem einen Beitragsrabatt für Familien fordert.

Doch dieser Wettbewerb um immer teurere Konzepte führt in die Irre. Denn trotz prall gefüllter Rentenkasse gibt es keine Mittel zu verteilen. Die Senkung des Beitragssatzes ist indes gleich aus drei Gründen sinnvoll: Zum Ersten ist ein solcher Schritt eine Frage der Gerechtigkeit. Angesichts der günstigen Beitragszahler-Rentner-Relation können jetzt Versicherte entlastet werden, denen noch vor rund zehn Jahren mit Hinweis auf den steigenden Rentnerquotienten höhere Beiträge zugemutet wurden.

Zum Zweiten wäre ein niedrigerer Beitragssatz nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft bis zum Ende des Jahrzehnts möglich. Angesichts des abklingenden Beschäftigungsbooms kommen nachhaltig sinkende Lohnnebenkosten genau im richtigen Moment.

Zum Dritten führt eine Senkung des Beitragssatzes im Folgejahr zu einer höheren Rentenanpassung – das ist der direkte Weg zum Schutz vor drohender Altersarmut.

27. April 2017

Alterssicherung Rentenpolitik: Die Jungen sind die DummenArrow

Mit der Mütterrente und der abschlagfreien Rente mit 63 hat die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD nach der Wahl von 2013 Geschenke verteilt. Neue Berechnungen des IW Köln zeigen jetzt: Die beiden Neuregelungen kommen die Jungen teurer zu stehen als seitens der Regierung veranschlagt. Würde die Mütterrente noch einmal ausgeweitet, wie es die CSU erwägt, wären die Zusatzkosten immens. mehr auf iwd.de

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de